Mancher Besucher in Israel muss sich erst daran gewöhnen, im Stadtbild viele Soldaten zu sehen, die ihre Waffe bei sich tragen. Noch ungewöhnlicher ist dabei, dass darunter viele Frauen sind.
EINSATZBEREICHE IN DER VERGANGENHEIT
Schon immer gehörten Frauen in Armeekleidung zum Alltag. Auch vor 1948 kämpften Frauen in Haganah und Palmach mit. Meist übernahmen sie unterstützende Aufgaben, arbeiteten als Sanitäterinnen oder Funkerinnen, hielten Verbindungen aufrecht. Nur selten griffen sie zur Waffe.
Nach Gründung der israelischen Armee blieb ihre Präsenz selbstverständlich. Doch ihr Einsatz bewegte sich lange innerhalb klar definierter Bereiche. Sie arbeiteten in Büros, in der Ausbildung und im Sanitätsdienst. Sie gehörten zur Armee, standen aber nicht im Mittelpunkt des Kampfgeschehens.
Heute ist es anders. Frauen werden inzwischen auch andere Verantwortlichkeiten übertragen.
Über Jahrzehnte hinweg war die Integration von Frauen ein vorsichtiger, schrittweiser Prozess. Bestimmte Bereiche wurden geöffnet, andere blieben ihnen verschlossen. Dahinter standen nicht nur gesellschaftliche Überlegungen, sondern auch militärische Fragen: Belastbarkeit, Einsatzfähigkeit, Struktur der Einheiten.
Mit der Zeit verschob sich die Grenze....
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