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Sing weiter und gib nicht auf, Noam!

Der Auftritt des israelischen Sängers beim Eurovision Song Contest wurde zu einem Akt des Widerstands gegen den Hass gegen Israel und fand sogar Unterstützung bei iranischen Dissidenten im Ausland.

Noam Bettan, Gewinner der Reality-Show „The Next Star“, posiert nach seinem Sieg im Finale in Neve Ilan bei Jerusalem am 21. Januar 2026 für ein Foto. Foto: Yael Abas Guisky/Flash90.
Noam Bettan, Gewinner der Reality-Show „The Next Star“, posiert nach seinem Sieg im Finale in Neve Ilan bei Jerusalem am 21. Januar 2026 für ein Foto. Foto: Yael Abas Guisky/Flash90.

(JNS) Die Straßen Wiens waren menschenleer. Das Auto raste auf die Wiener Stadthalle zu, während schwer bewaffnete österreichische Polizisten die Strecke absicherten.

Im Fahrzeuginneren lächelte ein junger Mann namens Noam angesichts seines plötzlichen Ruhmes mit einer Mischung aus Staunen und Entschlossenheit. Seine Augen, die vor Erschöpfung leicht zusammengekniffen waren, schienen bereit – wie die eines Gladiators –, sich beim Eurovision Song Contest durch Gesang dem Zeitgeist zu stellen: dem Hass auf Israel.

Im Jahr 1850, wie der Jerusalemer Schriftsteller Gol Kalev kürzlich in Erinnerung rief, verfasste der deutsche Komponist Richard Wagner einen Aufsatz mit dem Titel „Das Judentum in der Musik“, in dem er argumentierte, Juden verunreinigten die Welt sogar durch Musik.

Noam Bettan tritt bei dem internationalen Wettbewerb mit einem Liebeslied namens „Michelle“ an.

Er singt auf Französisch, der Sprache seiner Mutter Corinne; auf Hebräisch, der Sprache von Ra’anana, wo er 1998 geboren wurde; und auf Englisch, der Sprache der Welt. Er ist ein israelischer Junge. Ein Jude.

Allein aus diesem Grund löste sein „Michelle“ die fanatische Sendeunterbrechung aus, die den Millionen von Zuschauern von den Regierungschefs Spaniens, Irlands und Sloweniens auferlegt wurde, die die Veranstaltung nicht nur wegen der Teilnahme Israels boykottierten, sondern die Übertragungen und Berichterstattung faktisch absagten.

Sie hätten stattdessen 10 Minuten lang Werbespots ausstrahlen können. Aber nein. Sie verbrannten symbolisch die Fernsehbildschirme in einer Art mystischem Reinigungsritual – eine Anstiftung zum antisemitischen Hass, verpackt im Glanz eines Musikfestivals.

Dennoch ertrug er die Rufe „Genocidaire“ einer antiisraelischen Meute. Er blickte zu den Fans, die blau-weiße Fahnen schwenkten, und sang trotzdem für sie.

Das ist die Logik, die Juden seit dem 7. Oktober lernen mussten: Verschwende deine Kraft nicht damit, alle überzeugen zu wollen. Bleib standhaft. Leiste Widerstand, ohne deine Würde zu verlieren. Sing, Noam. Lang lebe „Michelle“.

Israel sah zu, wie sein Sänger das Finale erreichte. Es ist schon ein Traum, ihn am Samstagabend durchbrechen zu sehen. Und wenn er sowohl in der Jurywertung als auch bei der Publikumswahl ganz oben bleibt und damit beweist, dass Hass immer noch durchbrochen werden kann, wäre das allein in Zeiten wie diesen schon genug.

Unterdessen versammelten sich in Frankreich 20.000 Menschen zu einem Marsch unter dem Davidstern.

Und nun eine neue Entwicklung: Jenseits der orchestrierten Boykotte Europas riefen iranische Dissidenten, die aus dem Exil zuschauten, die Menschen online dazu auf, für Israels Teilnehmer zu stimmen – eine kleine Rebellion gegen das Regime, das sie seit 1979 terrorisiert, gefoltert und ermordet hat.

Noam ebnet einen neuen Weg, vielleicht sogar hin zur Möglichkeit eines echten Friedens. F-35, begleitet von Musik.

 

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Sing weiter und gib nicht auf, Noam!”

  1. Felix Buser sagt:

    Ich werde im Finale auf jeden Fall für Noam stimmen, sein Lied befindet sich schon einige Zeit in meiner Spotify Playlist- Musik aus Israel. Schalom Aleichem Israel. Wünsche ich Euch von Herzen in Verbundenheit Felix Buser, Switzerland

  2. Felix Buser sagt:

    Israel auf dem 2. Platz beim ESC 2025. Bravo Israel, fast hat es gereicht für Platz 1. Wie sich jetzt herausstellt , hatten die Demos in Wien und anderen Orten im Vorfeld des Finals, keinen grossen Einfluss auf die Stimmen aus Europa für Israel, die Puh Rufe waren in der Minderheit. Für mich seit ihr auf Platz 1, denn der Song aus Bulgarien mag zwar einen guten Text haben, die Musik ist aber nicht meines, da war Michelle Inhaltlich genauso gut und für meine Ohren musikalisch perfekt. Danke habt ihr durchgehalten!

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