(JNS) Ein in den USA ansässiges, nichtstaatliches arabischsprachiges Medienportal mit Dutzenden Journalisten im gesamten Nahen Osten deckt den Hamas-Missbrauch an Palästinensern auf – darunter Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe gegen Frauen und Kinder. Damit stellt es eine ganze Generation von Verzerrungen über Gaza in den westlichen Mainstreammedien in Frage.
Die ungefilterte Berichterstattung, die im vergangenen Jahr zur Verhaftung und Folterung von drei lokalen Journalisten in Gaza durch die islamistische Terrorgruppe führte, erfolgt inmitten anhaltender Kritik an internationalen Nachrichtenagenturen, deren Journalisten und freie Mitarbeiter in Gaza tätig sind und die der Zusammenarbeit mit der Hamas verdächtigt werden – einer Organisation, die seit Langem die Reporter überprüft, denen sie das Arbeiten in dem Küstengebiet gestattet.
Jusoor News wurde vor zwei Jahren mitten im israelischen Krieg gegen Gaza gegründet und beschäftigt mehr als 70 lokale Journalisten in Gaza, wo sie verdeckt arbeiten, sowie in Libanon, Syrien und Irak. Das Medium hat sich als prominente Stimme der Palästinenser gegen die Herrschaft der Hamas etabliert, die noch immer etwa die Hälfte des Küstengebiets kontrolliert.
„Wir berichten über viele Dinge, die den Einheimischen bestens bekannt sind, die man aber üblicherweise nicht in den Nachrichten sieht“, sagte Jusoor-News-Chefredakteurin Hadeel Oweis gegenüber JNS.
Vergewaltigung und sexueller Missbrauch
Sie verwies auf aktuelle Berichte ihrer Gaza-Journalisten, darunter Augenzeugenvideos über Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe auf Frauen und Kinder durch Hamas-Angehörige und religiöse Würdenträger in Moscheen und Hilfsorganisationen. Diese wurden ausgewählten westlichen Medienvertretern zugespielt, von denen die meisten eine solche Berichterstattung scheuen, um weiterhin aus dem Gebiet berichten zu dürfen.
„Die Hamas erteilt einem Journalisten nur dann eine Arbeitsgenehmigung für Gaza, wenn dieser auf ihrer Linie ist“, sagte sie.
„Die Hamas ist es gewohnt, von den Medien mit Samthandschuhen angefasst zu werden“, sagte Hussain Abdul-Hussain, ein in Beirut geborener Research Fellow des in Washington D.C. ansässigen Forschungsinstituts Foundation for Defense of Democracies. „Fast niemand macht das, was Jusoor in Gaza macht: über die Menschen berichten, die gegen die Hamas sind, und ihnen eine Stimme geben.“
Nach zwei Jahrzehnten Hamas-Herrschaft in Gaza, in denen es innerhalb des Küstenstreifens keine Plattform gab, um die Unterdrückung und Korruption der islamistischen Gruppe aufzudecken, hat das aufstrebende arabische Nachrichtenportal die Hamas zutiefst erzürnt. Die Terrororganisation behauptet, das Medium werde von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Israel, der Palästinensischen Autonomiebehörde und dem New Yorker Center for Peace Communications unterstützt.
„Terroristen pflegen gern Aufzählungen vermeintlicher Feinde anzufertigen, von denen sie angeblich gemeinsam gegen sie vorgehen“, sagte Joseph Braude, Gründer und Präsident des Center for Peace Communications. „Diese nichtssagenden Phrasen spiegeln meist die eigenen Albträume der Terroristen wider.“
Ungeachtet der Hamas-Drohungen setzt das Medium seine Berichterstattung über die Ausbeutung palästinensischer Frauen und Kinder durch die Hamas fort und gewinnt in der arabischen Welt zunehmend an Beliebtheit. Laut eigenen Angaben verzeichnete die Website im vergangenen Jahr 577 Millionen Aufrufe – darunter 100 Millionen aus Syrien und allein im letzten Quartal des Jahres 20 Millionen aus Gaza.
„Was man bei Jusoor liest, ist das, was die Menschen in privaten WhatsApp-Gruppen sagen“, erklärte Abdul-Hussain. „Die Tatsache, dass sie das Bedürfnis verspüren, euch anzugreifen und zu zensieren, bedeutet, dass ihr gute Arbeit leistet.“
Verhaftung und Folter
Im vergangenen Jahr wurden, nachdem die Hamas immer wieder zu Gewalt gegen Jusoor-Mitarbeiter aufgerufen hatte – auch über offizielle Hamas-Medienkanäle –, drei ihrer Journalisten in Gaza entführt und gefoltert. Einem von ihnen wurden die Beine gebrochen, wie die in Washington D.C. ansässige Chefredakteurin mitteilte.
Sie wies darauf hin, dass derjenige, der die drei Journalisten verraten hatte, ein Mitarbeiter des panarabischen Satellitensenders Al Jazeera war: Muhammad al-Washah, der Anfang dieses Monats von Israel aufgrund seiner Beteiligung an den Hamas-geführten Angriffen auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023 getötet wurde – die den zweijährigen Krieg in Gaza ausgelöst hatten. Seine Tötung löste in den internationalen Medien weitverbreitete Verurteilungen Israels aus.
Syrien versucht nach Hamas-Druck, Medium zum Schweigen zu bringen
Im März verlor das Medium vorübergehend seine Betriebslizenz in Syrien, nachdem die Hamas öffentlich Druck gegen es ausgeübt hatte. Nach Kritik sowohl aus der Bevölkerung als auch von arabischen Medien wurde die Lizenz letzte Woche von den syrischen Behörden wieder erteilt.
„Was wir in Gaza tun, beginnt die Hamas zutiefst zu beunruhigen und hält sie in Atem“, erklärte M., ein Journalist von Jusoor, der nach seiner Entführung und Folterung durch die Hamas im vergangenen Jahr nicht mehr gehen kann, in einer Erklärung an JNS unter der Bedingung der Anonymität. „Infolgedessen stehen wir unter ständiger Bedrohung. Dennoch sind unsere Berichte zu einem festen Bestandteil der arabischen Medienlandschaft geworden, die über Gaza berichtet.“





Die Gegenmaßnahmen der Hamas werden nicht nützen, Jusoor wird weltweit bekannt und vielfach auch von den Mainstreammedien zitiert und ihre Berichte werden in allen Medien aller Sprachen aufgegriffen. Die Mitarbeiter von Jusoor werden sicher vor den Nachstellungen der Hamas sein und es wird viele Nachahmerprojekte geben, die es ähnllich machen.
So werden die wahren Verhältnisse und Vorgäng aus dem Gaza der Hamas weltweit bekannt und die Propaganda der Terroristen unschädlich gemacht. Viele Muslime weltweit werden diese neuen Medien wie Jusoor aufsuchen und dadurch ihre eigene Ideologische Verblendung erkennen und diese dadurch loswerden.