(JNS) Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) hoben am Montagabend nach einer erneuten Sicherheitsbewertung das Verbot für palästinensische Arbeiter auf, jüdische Ortschaften in Judäa und Samaria zu betreten. Dies bestätigte das Militär gegenüber JNS.
Die Entscheidung des Kommandeurs des IDF-Zentralkommandos, Generalmajor Avi Bluth, machte eine am Samstagabend erlassene Anordnung rückgängig, die palästinensischen Arbeitern nach einer Welle von Terroranschlägen den Zutritt zu den Ortschaften untersagt hatte. Dazu gehörte auch der Terroranschlag am Freitag nahe Havat Gilad im nördlichen Samaria, bei dem zwei Israelis getötet wurden.
Während des Verbots durften palästinensische Arbeiter weiterhin Industriegebiete betreten. Gleichzeitig konnten einzelne Ortschaften Ausnahmeregelungen beantragen, damit die Arbeiter auf örtlichen Baustellen beschäftigt werden konnten.
Israels Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, kritisierte am Montag scharf, was er als Bluths „Kapitulation“ bezeichnete, und nannte die Entscheidung „einen schweren Fehler, der uns kostbares jüdisches Blut kosten könnte“.
„Ich fordere den Ministerpräsidenten auf, den Generalstabschef anzuweisen, die Entscheidung von Generalmajor Bluth unverzüglich aufzuheben, da sie ein Signal der Kapitulation vor dem Terrorismus aussendet“, erklärte Ben-Gvir.
Bluth hatte am Freitag bei einem Treffen mit Vertretern der örtlichen Gemeinden nach dem tödlichen Anschlag die Sicherheitslage in Judäa und Samaria als „angespannt“ bezeichnet.
„Nach den jüngsten Ereignissen und insbesondere nach dem heutigen Morgen verübten Anschlag besteht die Sorge vor einer Eskalation in ganz Judäa und Samaria“, zitierte die IDF Bluth. „Wir führen Anti-Terror-Einsätze durch, um zu verhindern, dass die Lage in weitere Gewalt abgleitet, und setzen dabei alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ein.“




