(JNS) Es wird häufig angenommen, dass politische Entscheidungsträger in Washington die ideologischen Grundlagen des iranischen Regimes vollständig verstehen. Diese Annahme ist fragwürdig. Das Regierungssystem Irans ist nicht einfach autoritär oder allgemein theokratisch; es stellt vielmehr eine eigenständige Synthese aus religiöser Doktrin, revolutionärer Theorie und antikolonialem Denken dar. Dieses ideologische Gefüge prägt sowohl die interne Regierungsführung der Mullahs als auch die Positionierung der Regierung im internationalen Kontext.
Im Kern stellt das klerikale Regime Irans eine Schnittstelle von politischem Islam, Elementen marxistisch beeinflusster revolutionärer Denkschulen und antikolonialer Ideologie dar – gefiltert durch eine spezifische Interpretation des schiitischen Islams, die mitunter als „Roter Schiismus“ bezeichnet wird.
Ein hilfreicher Ausgangspunkt ist das Konzept der Muqawama, gewöhnlich übersetzt als „Widerstand“. Im modernen politischen Diskurs bezeichnet es nicht nur den Widerstand gegen fremde Dominanz, sondern ein umfassenderes Weltbild, in dem Widerstand selbst eine moralische und bisweilen erlösende Bedeutung trägt. In diesem Rahmen ist der Kampf nicht nur ein Mittel zum Zweck; er ist eine Pflicht, verbunden mit Identität, Würde und historischer Bestimmung. In religiösen Begriffen kann sich diese Idee mit Konzepten des Dschihad als Form eines heiligen Kampfes verbinden, wobei die Auslegung je nach Kontext stark variiert.
Eng damit verbunden ist eine länger bestehende Debatte innerhalb des islamischen Denkens über die Ursachen des als Niedergang empfundenen Zustands der muslimischen Welt. Einige revivalistische Bewegungen, insbesondere innerhalb sunnitischer Traditionen, argumentieren, dass Schwäche aus einer Abkehr von der ursprünglichen Frömmigkeit des Islams resultiere. Bewegungen wie der Salafismus plädieren für eine Rückkehr zur vermeintlichen Reinheit der frühesten Generationen des Islams als Weg zu Erneuerung und Stärke. Obwohl Iran ein schiitischer und kein sunnitischer Staat ist, bildeten diese breiteren Debatten über Authentizität, Niedergang und Erneuerung einen Teil des intellektuellen Umfelds, in dem sich moderne islamistische Bewegungen entwickelten.
Im 20. Jahrhundert verbanden sich diese religiösen Themen mit säkularen revolutionären Ideen, insbesondere mit solchen aus antikolonialen Bewegungen. Die Schriften von Frantz Fanon waren dabei besonders einflussreich. Fanon argumentierte, dass unterdrückte Völker materiell stärkere Mächte durch anhaltenden Widerstand, psychologische Transformation und die Bereitschaft, Leid zu ertragen, überwinden könnten. In diesem Verständnis wird Ausdauer zu einer Form von Macht, und der Kampf selbst kann Individuen und Gesellschaften verändern.
Diese Ideen fanden im globalen Süden, einschließlich des Nahen Ostens, Resonanz. Sie trugen zu einem breiteren Narrativ bei, in dem asymmetrischer Kampf – oft von nichtstaatlichen Akteuren geführt – mächtigere Gegner herausfordern und unter bestimmten Bedingungen besiegen kann. Obwohl solche Theorien nicht ausschließlich islamisch waren, ließen sie sich gut in religiöse Denkrahmen integrieren, die bereits Opferbereitschaft, Gerechtigkeit und moralischen Kampf betonten.
Innerhalb Irans wurden diese Strömungen von Intellektuellen wie Ali Schariati zusammengeführt. Schariati versuchte, den schiitischen Islam ausdrücklich aktivistisch und revolutionär neu zu interpretieren. Er unterschied zwischen dem von ihm sogenannten „Schwarzen Schiismus“ und dem „Roten Schiismus“. Der Schwarze Schiismus betone in seiner Sicht Ritual, Trauer und politische Passivität – eine Form der Religion, die seiner Meinung nach von bestehenden Machtstrukturen vereinnahmt worden sei. Der Rote Schiismus hingegen schöpfe Inspiration aus dem Martyrium Husain ibn Alis in der Schlacht von Kerbela und betone Widerstand gegen Ungerechtigkeit, gesellschaftliches Engagement sowie die Bereitschaft zum Opfer für moralische und politische Prinzipien.
Diese Neuinterpretation erwies sich in den Jahren vor der Islamischen Revolution von 1979 als äußerst einflussreich. Ajatollah Ali Khomeini und seine Anhänger verbanden schiitische Symbolik mit revolutionärer politischer Theorie zu einer Doktrin, die den islamischen Staat nicht nur als nationale Regierung verstand, sondern als Vorhut eines umfassenderen Kampfes gegen Unterdrückung. Dieser Kampf wurde sowohl innerhalb Irans – gegen den Schah und als ungerecht empfundene Zustände – als auch darüber hinaus verstanden, in Opposition zu globalen Machtstrukturen, die als ausbeuterisch oder dominierend wahrgenommen wurden.
Die institutionelle Struktur der Islamischen Republik spiegelt diese Synthese wider. Neben konventionellen staatlichen Institutionen schuf Iran parallele Organisationen, die den ideologischen Auftrag der Revolution schützen und vorantreiben sollen. Die bedeutendste davon ist die Islamische Revolutionsgarde, die nicht nur als militärische Kraft, sondern auch als politischer und wirtschaftlicher Akteur fungiert. Ihr Auftrag geht über die nationale Verteidigung hinaus und umfasst den Schutz der Revolution sowie die Ausweitung ihres Einflusses ins Ausland.
Regional unterstützt Iran verbündete nichtstaatliche Akteure – insbesondere die Hisbollah im Libanon – als Teil einer umfassenderen Einflussstrategie. Diese Beziehungen sind nicht rein strategischer Natur; sie sind auch ideologisch geprägt und beruhen auf gemeinsamen Narrativen von Widerstand, Opferbereitschaft und Opposition gegen wahrgenommene äußere Dominanz. In diesem Sinne kann Irans regionale Politik als Erweiterung seiner inneren ideologischen Verpflichtungen verstanden werden.
Innerhalb dieses Weltbildes wird globale Politik häufig in moralisch aufgeladene und asymmetrische Kategorien gefasst: die Unterdrückten gegen die Mächtigen, Widerstand gegen Dominanz. Die Vereinigten Staaten werden häufig als zentrale Verkörperung globaler Macht („der große Satan“) dargestellt, während regionale Gegner, einschließlich Israel („der kleine Satan“), eher aufgrund ihrer Beziehung zum großen Satan als aus reinem Antisemitismus betrachtet werden. Diese Charakterisierungen sind nicht bloß rhetorisch; sie spiegeln ein kohärentes, wenn auch umstrittenes ideologisches System wider, das politische Entscheidungen beeinflusst.
Gleichzeitig besteht eine anhaltende Spannung zwischen den ideologischen Ambitionen des Regimes und den inneren Realitäten Irans. Trotz bedeutender natürlicher Ressourcen und einer gut ausgebildeten Bevölkerung steht Iran vor dauerhaften wirtschaftlichen Herausforderungen, darunter Inflation, Währungsinstabilität und infrastrukturelle Defizite. Diese Bedingungen bestehen parallel zu erheblichen Ausgaben für regionale Aktivitäten und strategische Programme. So hat Iran beispielsweise – trotz der Belastungen für Gesundheit und Wohlstand der Bevölkerung – über eine halbe Billion Dollar in sein Atomprogramm investiert, ohne bislang eine Atomwaffe zu entwickeln. Diese Zielkonflikte verdeutlichen, in welchem Maße ideologische Prioritäten wirtschaftliche Überlegungen prägen oder sogar überlagern können.
Das Verständnis dieses Rahmens ist entscheidend für die Interpretation des iranischen Verhaltens. Das Regime handelt nicht ausschließlich nach klassischer Kosten-Nutzen-Logik. Konzepte wie Ausdauer, Widerstand, Märtyrertum und ideologische Legitimität spielen eine zentrale Rolle. Politiken, die aus rein materieller Perspektive kontraproduktiv erscheinen, können innerhalb eines ideologischen Rahmens andere Funktionen erfüllen – etwa die Stärkung des inneren Zusammenhalts, die Demonstration von Entschlossenheit oder die Aufrechterhaltung eines Kampf-Narrativs.
Das bedeutet nicht, dass Ideologie allein die iranische Politik bestimmt. Die Führung hat in verschiedenen Situationen Pragmatismus gezeigt und reagiert auf interne Zwänge und externe Rahmenbedingungen. Doch Ideologie definiert die Grenzen, innerhalb derer dieser Pragmatismus wirkt. Sie bestimmt, was verhandelbar ist, was nicht verhandelbar ist und wie Risiken bewertet werden.
Für externe Akteure ergibt sich daraus eine doppelte Herausforderung. Jede wirksame Strategie muss nicht nur Irans Fähigkeiten und Interessen berücksichtigen, sondern auch die ideologische Perspektive, durch die seine Führung Ereignisse interpretiert. Ebenso wichtig ist die Frage nach Alternativen – ob glaubwürdige politische und wirtschaftliche Modelle existieren, die bei Bevölkerungen Anklang finden können, die von Narrativen des Widerstands und historischer Kränkung geprägt sind. In einfacheren Worten: die oft gestellte Frage nach dem „Tag danach“. Was haben die Alliierten, einschließlich der Vereinigten Staaten und Israels, dem iranischen Volk – und im Übrigen auch der Bevölkerung im Gazastreifen – anzubieten?
Wie solche Alternativen konkret aussehen könnten und wie sie vermittelt werden sollten, bleibt unklar. Doch ohne die materiellen und ideologischen Dimensionen des iranischen Systems gleichermaßen zu berücksichtigen, dürften Versuche, dessen Entwicklung zu beeinflussen, kaum erfolgreich sein.





Spätestens wenn sie im Iran erkennen, dass ihre zentralen Prophezeiungen um den Mahdi nicht so eintreffen, wie sie es erwarten, wird die Macht dieser Ideologen irreparabel gebrochen sein. Denn ihr ganzes System ist auf schiefen Grundannahmen erbaut und wird bald einstürzen.
Man kann das auch an ihren konkreten Handlungen und Verlautbarungen ablesen, wes Geistes Kind diese Leute sind: Z.B. gibt es in ihrem Justizsystem den Straftatbestand „Kampf gegen Gott“. Wer sie und ihr Regime angreift, bekämpft demnach also Gott. Diesen Denkfehler nennen die Muslime Schirk, Beigesellung und darauf steht selbst wiederum eine empfindliche Strafe.
Sie verstehen es also noch nicht einmal, die islamischen Quellen in der Praxis anzuwenden, wodurch man bei ihnen immer wieder Gotteslästerungen und Missbräuche findet. Auch der Name „Hisbollah“ ist eine Gotteslästerung. Ein Gottesfürchtiger Mensch würde es sich nie anmaßen, sich selbst zur „Partei Gottes“ zu erheben auch nicht wenn er dafür einen Beweis oder ein Zeichen hätte.
So ist es mit allem, was sie tun: Sie geben vor die Speerspitze der Gläubigen zu sein und erweisen sich doch als die am weitesten Abgeirrten. Viele andere Milizen und Terrorbanden sehen das und ahmen sie nach und sehen auch, dass solches anmaßendes Handeln offenbar bisher keine Strafe nach sich zog, sondern im Gegenteil, die Milizen und vor allem ihre Führer reich wurden. Auf den ersten Blick wurden sie also dafür belohnt.
Das wird sich jetzt ändern, denn alle Terrorbanden werden jetzt vom Glück verlassen sein und sie werden keines ihrer Ziele mehr erreichen. Diese Banden sind ja untereinander längst verfeindet und jetzt werden sich sich auch intern zerstreiten und in keiner Frage mehr einer Meinung sein. Die Führungsleute wird man in Frage stellen und ihre Autorität und ihren Besitz nicht anerkennen und auch die vielen Mythen um vermeintliche, glorreiche Erfolge lösen sich in Luft auf.
Die Terroristen werden an Leib und Seele elend, weil sie erkennen, dass sie sich durch ihre Taten nicht das Paradies, sondern die Strafe erworben haben. Alles, was sie sich auf ihren illegalen Wegen angeeignet haben, wird ihnen wieder genommen und den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben. Wer mit solchen Banden, ob in Afrika, Europa, Asien Amerika oder Australien noch zusammenarbeitet, erleidet dasselbe Schicksal wie sie, er wird alles verlieren, was er sich so erworben hat.
AMEN Halleluja
Schalom Israel