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Israelische Armee weitet Bodeneinsätze im Südlibanon aus

Truppen gehen gezielt gegen Hisbollah-Strukturen vor, sichern Gelände und stoßen weiter in den Südlibanon vor.

Die israelischen Streitkräfte rücken im Südlibanon weiter vor. Foto: IDF

Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben ihre Bodenoperationen im Südlibanon weiter ausgeweitet und nach eigenen Angaben eine zentrale Verteidigungslinie entlang der Grenze gesichert. Ziel der Einsätze ist es, die anhaltenden Angriffe der Hisbollah auf Nordisrael zu unterbinden und die Sicherheitslage im Grenzgebiet zu stabilisieren.

Wie die Armee mitteilte, haben Einheiten der 98. Division die operative Kontrolle über mehrere strategische Gebiete übernommen. Dabei seien zahlreiche Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah zerstört sowie deren Infrastruktur systematisch zurückgedrängt worden. Parallel dazu führt die israelische Luftwaffe koordinierte Angriffe auf militärische Ziele im Südlibanon durch.

Die IDF spricht von einer „entschlossenen Operation“ gegen die Hisbollah, die sich seit dem 2. März aktiv am Krieg gegen Israel beteiligt. Seither feuert die Organisation regelmäßig Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet und hat damit eine zweite Front im Norden eröffnet.

In den vergangenen Wochen hätten insbesondere Einheiten der 91. Division gezielte Einsätze gegen bewaffnete Zellen durchgeführt. Nach Angaben der Armee wurden dabei auch Kämpfer identifiziert, die sich innerhalb ziviler Gebäude – darunter auch religiöse Einrichtungen – positioniert hatten. Die IDF wirft der Hisbollah erneut vor, gezielt zivile Infrastruktur für militärische Zwecke zu nutzen – ein Vorwurf, der auch in früheren Konflikten von internationalen Beobachtern erhoben wurde.

Zudem hätten Soldaten umfangreiche Waffenlager entdeckt, darunter Sprengsätze, Schusswaffen und Raketen. Reservisten der 769. Brigade, die unter dem Kommando der 91. Division im Einsatz sind, stießen dabei auch auf unterirdische Unterkünfte, in denen militärische Ausrüstung und Waffen gelagert waren, darunter RPG-Raketen und Sprengsätze. Auch Beobachtungsposten der Hisbollah seien lokalisiert und zerstört worden.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte laut Armee ein Fund, bei dem neben Waffen auch eine Flagge des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen entdeckt worden sei. Eine unabhängige Bestätigung dieses Vorfalls liegt bislang nicht vor.

Nach Angaben von Generalstabschef Eyal Zamir hat Israel seit Beginn der Kämpfe mehr als 1.000 Hisbollah-Kämpfer getötet. Diese Zahlen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Zamir erklärte zudem, die Armee gehe „umfassend und auf mehreren Ebenen“ gegen die Organisation vor.

Das Gebiet südlich des Litani-Flusses sei inzwischen zu einer militärischen Operationszone erklärt worden. Israel orientiert sich damit faktisch an der Logik der UN-Resolution 1701, die nach dem Libanonkrieg 2006 eine entmilitarisierte Zone in diesem Gebiet vorsah. Aus israelischer Sicht wurde diese Vereinbarung jedoch über Jahre hinweg durch die Aufrüstung der Hisbollah unterlaufen.

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Patrick Callahan

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