Die Entscheidung, mit einer ganz bestimmten Frau bzw. einem ganz bestimmten Mann das Leben zu verbringen, ist wahrscheinlich die wichtigste weltliche Entscheidung, die ein Mensch treffen kann. Im Judentum kommt hinzu, dass die Ehe als ein Mittel zur Perfektion der Seele gilt. Idealerweise unternimmt man daher die Reise durchs Eheleben mit einem „Seelenpartner“, dem „Baschert“, wie man auf Jiddisch sagt.
BIBLISCHE QUELLEN
Die geistigen Konzepte des Judentums stammen alle aus der Bibel. Sie wurden dann im Talmud ausgearbeitet und im Lauf der Jahrhunderte durch die Rabbiner praktisch entfaltet. Die Vorstellung des Baschert, eines vorherbestimmten Partners, basiert auf verschiedenen Versen im Tanach.
In 1. Mose 24,50 sagen Laban und Bethuel hinsichtlich der Verbindung von Rebekka mit Isaak: „Diese Sache kommt von dem Herrn.“
In der Geschichte von Simson heißt es bei Anbahnung seiner Hochzeit: „Sein Vater und seine Mutter wussten nicht, dass es von dem Herrn kam.“ (Richter 14,4)
König Salomo erkennt: „Haus und Besitz erbt man von den Vätern, aber eine verständige Ehefrau kommt von dem Herrn.“ (Sprüche 19,14)
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Super Beitrag, danke Michael Selutin !!!