(JNS) Während Syrien unter der faktischen Führung von Ahmed al-Sharaa, weithin bekannt als Abu Mohammad al-Jolani, immer tiefer in politische Unklarheit versinkt, sind die Folgen längst nicht mehr auf die Grenzen eines kollabierenden Staates beschränkt. Die Frage, die sich die regionalen Hauptstädte nun stellen, lautet nicht mehr, wer in Damaskus regiert, sondern ob der Akteur an der Macht überhaupt die grundlegende Fähigkeit besitzt, zu verwalten und Stabilität zu erzeugen.
Die Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu spiegeln diese Sorge mit bemerkenswerter Klarheit wider. Seine jüngste Warnung, dass die Entwicklungen im Norden Syriens die Bedrohungslage entlang Israels nördlicher Front verändern könnten, unterstreicht eine wachsende Realität: Syriens Legitimationskrise hat sich zu einer regionalen Sicherheitsbedrohung entwickelt.
Syriens Grenzen waren schon immer fragil; doch die Erhebung einer fraktionellen Figur ohne verfassungsmäßiges Mandat hat sie verletzlicher gemacht als zu jedem anderen Zeitpunkt im vergangenen Jahrzehnt. Netanjahu betonte, dass eine instabile und außerrechtliche Autorität in Damaskus...
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