Ein US-Luftbild zeigt offenbar Mitglieder der Hamas beim Entladen eines Hilfskonvois im südlichen Gazastreifen – der Laster war Teil einer humanitären Lieferung. Laut CENTCOM wurde der Fahrer zunächst angegriffen und der Truck anschließend von Hamas-Aktivisten übernommen.
Videoaufnahmen und militärische Details
Am 31. Oktober 2025 filmte das von CENTCOM geführte Civil‑Military Coordination Center (CMCC) mit einer MQ-9 Drohne einen Konvoi in Nord-Khan Younis, der Hilfslieferungen aus internationalen Partnern nach Gaza transportierte.
In Echtzeit wurde aufgezeichnet, wie mutmaßliche Hamas-Operative den Laster kaperten; der Fahrer wurde auf die Straßenmitte gedrängt, während der Laster entladen und weggeführt wurde.
Der genaue Verbleib des Fahrers war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unbekannt. CENTCOM und die israelischen Behörden prüfen derzeit die Hintergründe und fordern Aufklärung über das Schicksal des Mitarbeiters.
US Drone Observes Aid Truck Looted by Hamas in Gaza
TAMPA, Fla. – On Oct. 31, the U.S.-led Civil-Military Coordination Center (CMCC) observed suspected Hamas operatives looting an aid truck traveling as part of a humanitarian convoy delivering needed assistance from… pic.twitter.com/BFa2BPwk2a
— U.S. Central Command (@CENTCOM) November 1, 2025
Humanitäre Dimension und sicherheitspolitische Implikationen
Der Überfall auf einen Truck, der gezielt als humanitäre Lieferung gekennzeichnet war, wirft Fragen hinsichtlich der Sicherheit von Hilfskonvois im Gazastreifen auf. Israel und internationale Partner haben in letzter Zeit verstärkt Druck gemacht, dass Hilfslieferungen nicht durch bewaffnete Gruppen vereinnahmt werden dürfen. In seiner Stellungnahme sprach CENTCOM davon, dass solche Handlungen „eine direkte Herausforderung der Regeln des Waffenstillstandsabkommens“ seien.
Unmittelbare Reaktionen kamen von US-Senator Marco Rubio, der den Vorfall als „Verhöhnung der internationalen Gemeinschaft und direkten Angriff auf den Lebensnerv der Zivilbevölkerung in Gaza“ bezeichnete.
Der Vorfall belastet zudem die jüngst vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Israel betrachtet diese Plünderung als eklatanten Verstoß gegen die Verpflichtung der Terrororganisation, humanitäre Lieferungen ungehindert durchzulassen. Sicherheitskreise in Jerusalem betonten, dass nun „konkrete Schritte“ folgen müssten, wenn die friedliche Umsetzung des Waffenstopp-Abkommens nicht gefährdet werden solle.




