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Friedrich Merz setzt Zeichen: Erstes Telefonat als Kanzler mit Netanjahu

Deutschlands neuer Regierungschef bekräftigt Solidarität mit Israel und fordert Fortschritte bei Geiselfreilassung und Waffenstillstand.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu empfängt den damaligen deutschen Oppositionsführer Friedrich Merz in Jerusalem, 21. März 2023. Foto von Amos Ben-Gershom/GPO.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu empfängt den damaligen deutschen Oppositionsführer Friedrich Merz in Jerusalem, 21. März 2023. Foto von Amos Ben-Gershom/GPO.

Am 8. Mai 2025 führte Bundeskanzler Friedrich Merz sein erstes offizielles Telefonat mit einem ausländischen Staatsoberhaupt – und wählte dafür bewusst Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Dieses Gespräch unterstreicht die besondere Bedeutung der deutsch-israelischen Beziehungen, die auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine zentrale Rolle in der deutschen Außenpolitik spielen.

Merz verurteilte in dem Gespräch den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 aufs Schärfste und bekräftigte das unverbrüchliche Bekenntnis Deutschlands zur Sicherheit und Existenz Israels. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass die laufenden Verhandlungen zur Freilassung der verbleibenden Geiseln im Gazastreifen und zu einem dauerhaften Waffenstillstand führen werden.

Ein weiteres Thema war die humanitäre Lage im Gazastreifen. Während internationale Stimmen von einer humanitären Krise sprechen, betont Israel, dass ausreichend Hilfsgüter vorhanden seien und eine Freilassung der Geiseln zur Aufhebung der Blockade führen würde.

Auch die Situation in Syrien wurde angesprochen, wobei keine weiteren Details bekanntgegeben wurden. In den kommenden Tagen sind hochrangige gegenseitige Besuche geplant: Der deutsche Außenminister Johann Wadephul wird Israel besuchen, während Israels Präsident Isaac Herzog nach Berlin reist, um das 60-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zu feiern.

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird kurz darauf zu einem Gegenbesuch in Jerusalem erwartet.

Herzog wird am Sonntagabend, 11. Mai, auf Einladung Steinmeiers nach Berlin abreisen. Während seines Aufenthalts in Deutschland ist das israelische Staatsoberhaupt zu Gesprächen mit Steinmeier und anderen hochrangigen Vertretern eingeladen. Außerdem wird er an einem Staatsakt im Schloss Bellevue, Steinmeiers Amtssitz, teilnehmen.

Steinmeier wird Herzog zur Gedenkstätte Gleis 17 am Berliner Bahnhof Grunewald begleiten – einem der Orte, von denen aus während des Holocaust Tausende von Juden in Konzentrationslager deportiert wurden.

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Patrick Callahan

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