Israels Staatspräsident Isaac Herzog eröffnete am Dienstagabend mit einer feierlichen staatlichen Zeremonie an der Klagemauer in Jerusalem die landesweiten Veranstaltungen zum Gedenktag für die gefallenen Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte und die Opfer des Terrors.
Gemeinsam mit Verteidigungsminister Israel Katz, Generalstabschef Generalleutnant Eyal Zamir und trauernden Familien rief Herzog eindringlich zur nationalen Einheit auf und forderte die Rückkehr aller noch in Gaza festgehaltenen Geiseln.
„In diesem Jahr ist das Heulen der Sirene mehr denn je auch ein echter Alarmruf“, sagte Herzog. „Es erhebt sich wie ein furchtbarer Schrei … für die Entführten, die Verwundeten, die Ermordeten. Wir werden nicht ruhen und nicht schweigen – bis ihr alle nach Hause zurückkehrt. Jeder Einzelne.“
Der Präsident warnte vor innerer Spaltung und appellierte an die Bevölkerung, Hass und Polarisierung zu überwinden. „Genug der Spaltung! Genug der Polarisierung! Genug des Hasses!“, so Herzog. „Wir dürfen nicht mit eigenen Händen unser nationales Zuhause zerstören.“
Später am Abend nahmen Präsident Herzog und First Lady Michal Herzog an der Gedenkveranstaltung „Lieder in ihrem Andenken“ in der Knesset teil, die den gefallenen Soldaten Israels gewidmet ist.
Laut Angaben des Verteidigungsministeriums fielen seit dem letzten Gedenktag 319 israelische Soldaten – die meisten im Einsatz in Gaza, im Libanon und im sogenannten Westjordanland. Zudem starben 61 dienstbeschädigte Veteranen an den Folgen früherer Verwundungen. Damit steigt die Zahl der seit 1860 gefallenen israelischen Sicherheitskräfte auf insgesamt 25.420.
Es wurden auch 79 Namen der Terroropfer des vergangenen Jahres der Liste hinzugefügt, womit sich deren Gesamtzahl seit 1851 auf 5.229 erhöht, wie aus Angaben der israelischen Sozialversicherungsanstalt hervorgeht.




