Israel hat seine Pufferzone im Gazastreifen im Rahmen einer sich ausweitenden Militärkampagne vergrößert, mit dem Ziel, die Hamas zur Freilassung der Geiseln zu bewegen. Das teilte Verteidigungsminister Israel Katz am Sonntag mit. Die Operation umfasst intensive Luftangriffe und Bodeneinsätze und zielt darauf ab, die Infrastruktur der Hamas zu zerschlagen und den Druck für ein Geiselabkommen zu erhöhen.
Ein israelischer Regierungsvertreter erklärte gegenüber lokalen Medien, dass die IDF derzeit rund 40 % des Gazastreifens direkt kontrolliere.
Dies waren die wichtigsten Entwicklungen in Gaza am Wochenende und während des Pessach-Fests:
- Erweiterte Pufferzone und Evakuierungen: Laut Katz haben „Hunderttausende“ palästinensische Einwohner andere Gebiete im Gazastreifen aufgesucht, nachdem bis zu 40 % des Territoriums zu israelischen Sicherheitszonen erklärt worden seien.
- Militärisches Ziel: Katz betonte, das Hauptziel sei es, die Hamas zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen, um ein Abkommen zur Freilassung der Geiseln zu erreichen. Er warnte, dass die IDF ihre Operationen ausweiten werde, sollte Hamas weiterhin jede für Israel akzeptable Vereinbarung ablehnen.
- Breit angelegte Angriffe: Über das Wochenende griff die IDF über 90 Ziele der Hamas im gesamten Gazastreifen an – darunter Kommandozentralen, Raketenabschussrampen, Waffenlager und bewaffnete Zellen.
- Bodeneinsätze in Rafah: Die IDF errichtete den sogenannten „Morag-Korridor“, der Rafah vom Rest des Gazastreifens abtrennt. Bei Einsätzen vor Ort tötete die Armee mehrere Terroristen, zerstörte Tunnelschächte und entdeckte Waffenverstecke. In den Vierteln Tel al-Sultan und al-Schabura von Rafah stießen die Truppen auf unterirdische Tunnel, die von der Hamas zum Transport von Kämpfern und Nachschub genutzt wurden.
- Tunneldestruktion in Nord-Gaza: Die Eliteeinheit Yahalom der IDF zerstörte einen 1,2 Kilometer langen Hamas-Tunnel, der 20 Meter unter der Erde in Nord-Gaza verlief. In der Nähe fanden Soldaten ein Waffenlager mit Sprengstoff, Panzerabwehrsystemen und weiteren Waffen.
- Drohnenangriff neutralisiert Bedrohung: Eine Drohne entdeckte Terroristen, die nahe israelischer Truppen Sprengsätze legten – ein präziser Luftangriff eliminierte die Bedrohung.
- Gezielte Angriffe auf Kommandozentralen: Am Sonntag griffen israelische Flugzeuge ein Hamas-Kommandozentrum in Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens an, das der Koordination von Angriffen diente. Zuvor hatte die IDF eine Hamas-Einrichtung im Al-Ahli-Krankenhaus in Gaza-Stadt beschossen – unter Vorkehrungen zum Schutz der Zivilbevölkerung, einschließlich Vorwarnungen an Anwohner.
- Hamas’ Missbrauch ziviler Infrastruktur: Die IDF warf der Hamas vor, systematisch gegen das Völkerrecht zu verstoßen, indem sie zivile Einrichtungen – darunter Krankenhäuser – missbrauche und die Bevölkerung als menschliche Schutzschilde einsetze.
- Abfang von Rakete: Am Sonntag um 15:58 Uhr wurde eine aus Gaza abgefeuerte Rakete über dem Kibbuz Re’im im Süden Israels abgefangen. Es gab keine Verletzten.
- Pessach-Botschaft des Generalstabschefs: Zum Auftakt des Pessachfests hielt IDF-Generalstabschef Ejal Zamir ein Sedermahl mit dem Aufklärungsbataillon der Nahal-Brigade auf dem Stützpunkt Mevo Dotan in Samaria ab. In seiner Ansprache an das Bataillon, das seit dem 7. Oktober 27 Soldaten verloren hat, unterstrich Zamir die Mission zur Geiselbefreiung und zur Zerschlagung der Hamas. Er sagte: „Unsere Freiheit wird mit Blut erkauft. Das ist unsere Pflicht – Freiheit.“
Die intensivierten Operationen finden inmitten wachsender Spannungen statt. Während Israel Pessach begeht, liegt der Fokus weiterhin auf der Befreiung der Geiseln und der Schwächung der Hamas. Die IDF bleibt in höchster Alarmbereitschaft – mit weiteren möglichen Schritten, sollte der diplomatische Weg scheitern.




