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Freigelassene Geiseln glaubten nicht, vor Trumps Rückkehr ins Weiße Haus freizukommen

„Sie waren unsere Hoffnung, und jetzt sind Sie die Hoffnung der anderen Geiseln“, so Naama Levy zu US-Präsident Donald Trump.

Geiseln
US-Präsident Donald Trump trifft sich mit freigelassenen Geiseln im Oval Office des Weißen Hauses am 5. März 2025. Foto: Weißes Haus.

Das erwartete Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und einer Delegation von acht befreiten israelischen Geiseln hat am Mittwochnachmittag endlich stattgefunden.

Das Weiße Haus veröffentlichte und löschte dann Aufnahmen des nicht publiken Treffens im Oval Office, bei dem die befreiten Geiseln neben Trumps Schreibtisch stehen. Am Ende des Gesprächs schüttelte Trump jedem der acht Geiseln die Hand.

„Meine Familie und ich, ich selbst – wir glauben, dass Sie von Gott gesandt wurden, um uns zu befreien“, erzählte Omer Shem Tov dem Präsidenten. „Sie haben wirklich geholfen. Sie haben die Macht, es zu tun.“

Naama Levy sagte zu Trump: „Sie waren unsere Hoffnung, und jetzt sind Sie die Hoffnung der übrigen Geiseln“.

„Sie haben also nicht geglaubt, dass Sie rauskommen, bevor ich kam?“, fragteTrump.

Die Geiseln antworteten mit Nachdruck und scheinbar unisono mit „Nein“.

„Als Sie gewählt wurden, haben wir gehört, dass Sie alles tun wollen, um so schnell wie möglich eine Einigung zu erzielen“, sagte Levy.

Trump entgegnete: „Nun, wir haben gesagt: ‚Ihr lasst sie besser raus‘. Es ist etwas passiert. Wir werden den Rest von ihnen zurückerhalten. Wir arbeiten sehr hart daran.“

Die Delegation bestand aus Eli Sharabi, Doron Steinbrecher, Keith Siegel, Aviva Siegel, Naama Levy, Omer Shem Tov, Yair Horn und Noa Argamani. Berichten zufolge traf die Gruppe auch mit anderen Vertretern der US-Regierung zusammen, obwohl weder das Weiße Haus noch der Nationale Sicherheitsrat Einzelheiten bestätigen wollten.

„Präsident Trump hat sich heute Zeit genommen, um sich mit acht der freigelassenen Geiseln aus dem Gazastreifen zu treffen“, teilte das Weiße Haus mit. „Der Präsident hörte sich aufmerksam ihre herzzerreißenden Geschichten an. Die Geiseln dankten Präsident Trump für seine beharrlichen Bemühungen, alle Geiseln nach Hause zu bringen.“

US-Präsident Donald Trump mit der befreiten Geisel Noa Argamani im Oval Office des Weißen Hauses am 5. März 2025. Foto: Weißes Haus.

Mehrere der freigelassenen Geiseln, die während des von der Hamas verübten Massakers am 7. Oktober 2023 im Süden Israels entführt worden waren, nahmen an Trumps Rede vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses am Dienstagabend teil. Er erwähnte die Geiselsituation in seiner langen Rede an diesem Abend nur am Rande.

Trump drohte der Hamas in einem Social-Media-Post nach dem Treffen im Oval Office, obwohl Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Stunden zuvor bestätigt hatte, die Regierung führe direkte Gespräche mit der Hamas über die Freilassung der noch immer festgehaltenen amerikanischen Staatsbürger.

„Shalom Hamas‘ bedeutet Hallo und Auf Wiedersehen – Ihr habt die Wahl“, schrieb Trump. „Lasst alle Geiseln jetzt frei, nicht später, und gebt sofort alle Leichen der Menschen zurück, die ihr ermordet habt, oder es ist vorbei für euch. Nur kranke und verdrehte Menschen behalten Leichen, und ihr seid krank und verdreht“.

„Ich schicke Israel alles, was es braucht, um den Job zu beenden. Kein einziges Hamas-Mitglied wird in Sicherheit sein, wenn ihr nicht macht, was ich sage“, fügte der Präsident hinzu. „Lasst die Geiseln jetzt frei, oder die Hölle wird losbrechen.“

US-Präsident Donald Trump mit der freigelassenen Geisel Eli Sharabi im Oval Office des Weißen Hauses am 5. März 2025. Foto: Weißes Haus.

Die Delegation überreichte Trump eine an ihn adressierte Plakette – ein Geschenk von Hostage Aid Worldwide und dem Forum der Familien der Geiseln und Vermissten – auf der auf Englisch und Hebräisch steht, dass „wer ein Leben rettet, die ganze Welt rettet“. (Das Hebräische ist eine Paraphrase einer Aussage aus der Mischna.)

Berichten zufolge lud Trump die Delegation am Dienstag zu einem Treffen ins Weiße Haus ein, nachdem er ein Interview des israelischen Fernsehens mit Sharabi gesehen hatte, in dem dieser seine erschütternden Erfahrungen in der Gefangenschaft schilderte.

Die Pressesprecher des Weißen Hauses erklärten jedoch am Dienstag, sie hätten keine Kenntnis von einem geplanten Treffen oder einer Einladung und wiederholten diese Behauptung am Mittwoch. Das Treffen war in Trumps öffentlichem Terminkalender nicht aufgeführt.

Das Forum der Familien der Geiseln und Vermissten erklärte, dass die acht ehemaligen Geiseln sich mit Trump und Steve Witkoff, dem US-Sondergesandten für den Nahen Osten, getroffen haben.

„Sie dankten dem Präsidenten und dem Sondergesandten für ihre Bemühungen um ihre Freilassung aus der Hölle der Hamas und berichteten ihnen aus erster Hand über die Dringlichkeit der Rückführung aller 59 verbleibenden Geiseln – der lebenden zur Rehabilitation und der verstorbenen zur würdigen Bestattung“, so das Forum.
US-Präsident Donald Trump trifft die freigelassenen Geiseln am 5. März 2025 im Oval Office des Weißen Hauses. Foto: Weißes Haus.

„Wir sind heute hier in Washington, D.C., eine Gruppe freigelassener Geiseln“, erklärte Keith Siegel laut dem Forum. „Wir sind zum Weißen Haus gekommen, um unsere große Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber Präsident Trump und seinem Sondergesandten für den Nahen Osten, Herrn Steve Witkoff, auszudrücken.“

„Sie haben ein Abkommen möglich gemacht, sie haben uns alle nach Hause gebracht“, fügte Siegel hinzu. „Wir haben sie gedrängt, ihre enormen Bemühungen fortzusetzen. Sie haben so viel getan. Wir vertrauen ihnen und wir wissen, dass sie die Aufgabe erledigen werden, alle übrigen 59 Geiseln, die noch im Gazastreifen festgehalten werden, zu ihren Familien zurückzubringen, zurück nach Israel.“

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Patrick Callahan

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