Am Montag um 7 Uhr morgens erlaubte Israel den Palästinensern, in den nördlichen Gazastreifen zurückzukehren, nachdem die israelischen Streitkräfte den Netzarim-Korridor verlassen hatten, der den Streifen teilte.
Gemäß den Bedingungen des Waffenstillstandsabkommens durften die Bewohner des Gazastreifens den Korridor zu Fuß und ohne Sicherheitskontrollen passieren.
Ab 9 Uhr morgens durften auch Fahrzeuge in Richtung Norden zurückkehren, wobei sie von einem internationalen Konsortium von Sicherheitsunternehmen kontrolliert wurden.
Die Hamas begrüßte die Rückkehr der Palästinenser in den Norden des Gazastreifens als „Sieg für unser Volk und als Erklärung des Scheiterns und der Niederlage der Besatzung [d. h. Israels] und ihrer Vertreibungspläne“.
Der israelische Nachrichtensender Channel 12 News strahlte Bilder aus, die angeblich bewaffnete Hamas-Kämpfer zeigten, die sich neben der nicht kämpfenden Bevölkerung bewegten, was offenbar einen Verstoß gegen die Waffenstillstandsbedingungen darstellte.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Rückkehr der Bewohner des Gazastreifens in den nördlichen Teil des Gazastreifens kurzzeitig aufgehalten. Sein Büro teilte am Samstag mit, dass ein Verstoß gegen die Vereinbarung über einen Waffenstillstand für Geiseln stattgefunden habe, als die Hamas es versäumte, eine weibliche Zivilgefangene, Arbel Yehud, freizulassen.
Gemäß den Bedingungen des Abkommens hätte die Hamas weibliche Zivilisten vor weiblichen Soldaten freilassen müssen. Stattdessen ließ die palästinensische Terrorgruppe am Samstag vier Soldatinnen frei: Karina Ariev (20), Daniella Gilboa (20), Naama Levy (20) und Liri Albag (19).
Yehud, die am 7. Oktober 2023 zusammen mit ihrem Freund aus dem Kibbuz Nir Oz als Geisel genommen wurde, wird Berichten zufolge von der Terrorgruppe Palästinensischer Islamischer Dschihad festgehalten, die Yehud angeblich fälschlicherweise als IDF-Soldatin eingestuft hatte.
Am Sonntagabend wurde ein Kompromiss erzielt. Die Hamas erklärte sich bereit, Yehud im Laufe dieser Woche zusammen mit der IDF-Soldatin Agam Berger und einer nicht identifizierten männlichen Geisel freizulassen.
(JNS)





Die Hamas begrüßte die Rückkehr der Palästinenser in den Norden des Gazastreifens als „Sieg für unser Volk und als Erklärung des Scheiterns und der Niederlage der Besatzung [d. h. Israels] und ihrer Vertreibungspläne“.
Ein Sieg? Was für ein Sieg? Einen wirklichen Sieg im Sinne von friedlichem Miteinander, hatten die Ägypter zur Zeit Josefs errungen, denn sie haben Israel unterstützt und sind dafür selber gesegnet worden. Durch Josef, als Pharaos rechte Hand, wurden die Ägypter vor dem Hungertod gerettet. Und als Josefs Vater in Kanaan begraben wurde, wurde die Dankbarkeit der Ägypter sichtbar. „Es begleiteten ihn auch Wagen und Reiter aus Ägypten und es war ein großer Heerzug“ (1 Mo 50,9). So muss ein fremdes Volk mit Israel umgehen, damit es gesegnet wird. Mit Liebe und nicht mit Hass! Erst ab dem Tag, an dem die Feinde Israels das verstehen und von Bosheit umkehren, wird sich etwas ändern.