Die Stadt Dresden hat der Benennung einer Straße nach dem ehemaligen israelischen Minister Dr. Josef Burg (1909-1999) zugestimmt.
Burg, der in Dresden geboren wurde, in Leipzig wirkte und dann in Berlin zum Rabbiner ordiniert wurde, war der einzige Politiker, der während des Kommunismus als offizieller Vertreter des Staates Israel die DDR besuchte.
Der Leiter der Initiative, Sachsens Oberrabbiner Akiva Weingarten, sagte dazu: „In diesen unruhigen Zeiten brauchen wir gute Nachrichten, und wir gratulieren Felix Bohr, Andrey Bahrt vom Stadtrat und Oberbürgermeister Dirk Hilbert, die das Gedenken an eines der Kinder Dresdens auf diese ehrenvolle Weise geleitet und gebilligt haben“.
Am ehemaligen Gleisbogen am Bahnhof #Dresden-Neustadt entsteht ein neues Wohnviertel. 🏠 Der #staddrat beschloss auf seiner vergangenen Sitzung die Benennung der neu entstehenden Straße nach dem gebürtigen Dresdner Dr. Josef Burg. pic.twitter.com/xPJbME2VUr
— SPD-Fraktion Dresden (@spd_fraktion_dd) September 16, 2024
Zur Person
Josef Burg (1909-1999) war ein bedeutender israelischer Politiker und Rabbiner, der über Jahrzehnte eine zentrale Rolle in der politischen Landschaft Israels spielte. Er wurde in Dresden geboren und emigrierte 1939 nach Palästina, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Burg war Gründungsmitglied der Nationalreligiösen Partei (Mafdal) und vertrat den religiösen Zionismus.
Er bekleidete verschiedene Ministerämter, darunter das des Wohlfahrts-, Innen-, Post- und Kultusministers. Burg war für seine gemäßigten Ansichten bekannt und setzte sich für den Dialog zwischen religiösen und säkularen Gruppen in Israel ein. Durch sein politisches Wirken prägte er die israelische Gesellschaft und trug zur Entwicklung eines pluralistischen Staates bei. Josef Burg zog sich 1986 aus der aktiven Politik zurück und starb 1999 in Jerusalem.




