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Deutscher Bundeskanzler drängt Netanjahu zum Waffenstillstand

„Ein Ende des Krieges in Gaza wäre ein entscheidender Schritt zu einer regionalen Deeskalation“, sagte ein Regierungssprecher in Berlin.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu empfängt Bundeskanzler Olaf Scholz im Büro des Premierministers in Jerusalem, 17. März 2024. Foto von Kobi Gideon/GPO.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in einem Telefonat am Sonntag aufgefordert, den Krieg im Gazastreifen zu beenden.

Scholz betonte, dass es in dem zehnmonatigen Kampf gegen die Terrororganisation Hamas zwar viele militärische Erfolge gegeben habe, aber auch viele zivile Opfer und menschliches Leid, sagte ein Regierungssprecher in Berlin.

„Ein Ende des Krieges in Gaza wäre ein entscheidender Schritt zu einer regionalen Deeskalation“, so der Sprecher weiter. Scholz habe Netanjahu gesagt, dass es an der Zeit sei, den zerstörerischen Kreislauf der Vergeltungsgewalt im Nahen Osten“ zu durchbrechen, so Reuters.

In einem späteren Posting auf X sagte Scholz, dass Berlin „die Drohungen von Iran, Hisbollah und anderen“ gegen den jüdischen Staat verurteile.

„Die zerstörerische Spirale der Vergeltung muss durchbrochen werden. Es ist Zeit für ein Abkommen zur Freilassung der Geiseln und einen Waffenstillstand“, fügte der Bundeskanzler hinzu.

Am Freitag hatte Scholz getwittert, dass er die Forderung der USA, Ägyptens und Katars vom Vortag nach einem sofortigen Abschluss der indirekten Gespräche zwischen Israel und der Hamas über ein Waffenstillstands- und Geiselfreilassungsabkommen unterstützt. Er schrieb:

„Ich bin zutiefst besorgt über die Situation im Nahen Osten und unterstütze den Aufruf von Präsident Joe Biden, Präsident [Abdel Fattah] Al Sisi und Emir [Tamim bin Hamad] Al Thani, mit der Umsetzung des Abkommens über Waffenstillstand und Geiselbefreiung zu beginnen. Es ist an der Zeit, sowohl den Geiseln als auch den Menschen in Gaza Erleichterung zu verschaffen“.


In der von Biden, al-Sisi und Tamim unterzeichneten Erklärung wurden beide Seiten aufgefordert, die dringenden Gespräche am 15. August entweder in Doha oder Kairo wieder aufzunehmen.

Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten erklärte fast umgehend, dass es am Donnerstag eine Verhandlungsdelegation entsenden werde.

„Gemäß dem Vorschlag der USA und der Vermittler wird Israel am 15. August ein Verhandlungsteam an einen noch zu bestimmenden Ort entsenden, um die Einzelheiten der Umsetzung des Rahmenabkommens zu klären“, hieß es.

 

(JNS)

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Patrick Callahan

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3 Kommentare zu “Deutscher Bundeskanzler drängt Netanjahu zum Waffenstillstand”

  1. j-glaesser sagt:

    Ja die DEUTSCHEN sind für einen faulen Frieden um jeden Preis, wenn es um den jüdischen Staat geht. Wenn es um IHRE Interessen geht – Ukraine – dann keinen Zentimeter Verlust!
    Wenn der Staat Deutschland dort wäre – wo jetzt der Staat Israel ist, dann gäbe es keine Palästinenser in Gaza, auf der sogenannten Westbank und in Israel.

  2. Kurt Schneiter sagt:

    Ausgerechnet die Deutschen müssen den Israeliten sagen, was sie zu tun haben. Dabei, Deutschland ist selber ein Kriegstreibendes Land, siehe Ukraine, Waffen bis zum absinken ud erst noch auf Kosten der Steuerzahler.Wie sagt man so schön „Mach zuerst vor deinem Haus sauber!“

  3. Roland Kunz sagt:

    Dass Deutschland die orientalischen Gesetze nicht versteht, wird in Deutschland selber immer offensichtlicher; Deutschland erkennt noch nicht einmal, dass es ein Rezept gegen die – inzwischen galoppierende – Islamisierung braucht, wenn es nicht vollständig unter die Räder kommen will. Dennoch sieht sich Deutschland berufen, aus dieser blauäugigen Ahnungslosigkeit heraus Israel Lektionen zu erteilen. Ganz abgesehen von der deutschen Geschichte, welche per se schon ein Moralisieren Deutschlands kategorisch ausschliesst.

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