Die geplante Thora- und Bibelverbrennung in Stockholm vor der israelischen Botschaft hat mir wieder neue Einsichten und Erkenntnisse gebracht.
Was ist wirklich wichtiger, die Meinungsfreiheit oder das Wort Gottes? Wer setzt sich in den Medien für Gottes Wort ein und wer nicht? Aus Jerusalem und Israel waren deutliche Proteste zu hören, die jüdische Stimme war laut. Aber aus der westlichen Welt, von den christlichen Regierungen und Völkern war keine Verurteilung zu vernehmen. Ist für sie die Redefreiheit heiliger als die Bibel? Dies und vieles mehr schreit aus dem Spektakel in Schweden heraus.
Technisch gesehen hat die schwedische Polizei den Protest gegen eine geplante Thora- und Bibelverbrennung genehmigt. Ahmed Alloush kündigte an, er werde heute vor der israelischen Botschaft in Stockholm vor laufenden Kameras ein Buch mit den Heiligen Schriften der Juden und Christen in Brand stecken. Die Polizei genehmigte den Antrag, da in Schweden alle Menschen unabhängig von ihrer Rasse, ihrer Religion und ihrem Geschlecht die gleiche Meinungsfreiheit genießen. Der Muslim, der den Antrag gestellt hatte, begründete dies als Reaktion auf die Verbrennung des Korans durch einen irakischen Migranten vor einer Moschee in Stockholm im vergangenen Monat. Schließlich sagte der Muslim seine Bibelverbrennung ab und betonte, er habe nur testen wollen, ob die Meinungsfreiheit in Schweden allen gleichgültig gegenüberstehe.

In Israel wurde die schwedische Entscheidung, die Verbrennung der Bibel zu erlauben, heftig kritisiert. So sagte Israels Präsident Isaac Herzog:
„Als Präsident des Staates Israel habe ich die Verbrennung des Korans verurteilt, der den Muslimen auf der ganzen Welt heilig ist. Nun schmerzt es mich, dass das gleiche Schicksal die jüdische Bibel, das ewige Buch des jüdischen Volkes, erwartet. „Das Verbrennen heiliger Texte hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun. Es ist nur Aufwiegelung und ein Akt des puren Hasses.“
I unequivocally condemn the permission granted in Sweden to burn holy books. As the President of Israel, I condemned the burning of the Quran, sacred to Muslims world over, and I am now heartbroken that the same fate awaits a Jewish Bible, the eternal book of the Jewish people.
— יצחק הרצוג Isaac Herzog (@Isaac_Herzog) July 14, 2023
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu twitterte:
„Der Staat Israel nimmt diese beschämende Entscheidung, die dem Allerheiligsten des jüdischen Volkes schadet, sehr ernst.“
אני מגנה בתוקף את החלטת הרשויות בשבדיה לאפשר שריפת ספר תנ״ך מול שגרירות ישראל במדינה. מדינת ישראל רואה בחומרה רבה את ההחלטה המבישה הזאת שפוגעת בקודש הקודשים של העם היהודי. יש לכבד את הספרים המקודשים לכל הדתות.
— Benjamin Netanyahu – בנימין נתניהו (@netanyahu) July 14, 2023

Auch Israels Außenminister Eli Cohen forderte die schwedische Regierung auf, die Bibelverbrennung zu verhindern. Darüber hinaus haben eine ganze Reihe von Rabbinern des Landes die geplante Bibelverbrennung verurteilt.
Ansonsten war keine Kritik oder Verurteilung zu hören. Die christlichen Nationen waren still. Auch aus dem Vatikan habe ich keine laute und offizielle Verurteilung gehört. Wo waren die christlichen Kirchenführer? Gehört die Bibel nur den Juden oder ist die christliche Bibel ein anderes Buch als die jüdische Bibel? Oder fühlten sich die christlichen Völker nicht angesprochen, weil der muslimische Bittsteller von einer Thora- und Bibelverbrennung vor der israelischen Botschaft in Stockholm sprach?
So what?
Ist das nicht auch ihr Heiliges Buch, selbst wenn der Muslim nur die Thora oder das Alte Testament verbrennen wollte, nicht aber das Neue Testament? Ist das „christliche“ Europa deshalb der Meinung, dass die Evangelien und die Frohe Botschaft Jesu nicht auch verbrannt werden sollten? Ich denke, Europa ist es völlig egal, ob hier oder dort eine Bibel verbrannt wird. Aus ihrer Sicht braucht das Wort Gottes keinen Kämpfer, es lebe die Meinungsfreiheit. Und wer dagegen Gottes Wort wirklich schätzt und leben will, Israel, hat sich gezeigt. Immer wieder hat sich Israel als „Gottesstreiter“ erwiesen, wie in der biblischen Geschichte. Damals stritt Jakob mit Gott und Gott änderte daraufhin seinen Namen in Israel.
Als ich die zahlreichen Schlagzeilen in Google zu diesem Thema las, wurde in allen israelischen Zeitungen lautstarke Kritik an der Bibelverbrennung geübt. Keiner der Kommentatoren, Journalisten, Redakteure hat sich auch nur gefragt, warum niemand aus ihren Kreisen in Europa den Mund dagegen aufmacht. Die Politiker in Israel sind zwar Juden, aber keine religiösen Menschen, und doch haben sie Gottes Wort verteidigt. Das hätte ich auch von einigen Politikern in Europa erwartet. Ich bin sicher, dass es einige gibt, aber ich habe ihre Stimme nicht gehört. In Europa wird die freie Meinungsäußerung mehr geheiligt als die Bibel. Jeder darf denken, glauben und sagen, was er will. Es gibt überall Grenzen, territoriale Grenzen zwischen Ländern, Grenzen im Leben, Grenzen auf der Straße, Grenzen überall. Nur die Meinungsfreiheit braucht keine Grenzen?
Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht und wird in den Verfassungen als Grundrecht gegen die Staatsgewalt garantiert. Natürlich hat die freie Meinungsäußerung auch Grenzen, wie die Aufstachelung zu Diskriminierung, Hass, Gewalt oder die bewusste Ausgrenzung einer Gruppe in unserer Gesellschaft, mit einem bewussten Ziel und aus einem bestimmten Grund. Die Bibel, auch wenn man nicht an die Bibel als Gottes lebendiges Wort glauben will, ist immer noch die Grundlage für Liebe, Nächstenliebe und eine gesunde Gesellschaft, die die westlichen/christlichen Nationen geformt hat.

In Israel befinden wir uns in einem Konflikt zwischen der Redefreiheit und Gottes Wort. Bei dem ganzen Spektakel der umstrittenen Rechtsreformen der derzeitigen Regierungen geht es um unterschiedliche Weltanschauungen in der israelischen Bevölkerung. Die Koalition will das israelische Rechtssystem reformieren, um den jüdischen und biblischen Werten in der Bevölkerung mehr Respekt zu zollen. Die Gegner lehnen dies ab und fordern mehr Meinungsfreiheit und Demokratie in der Bevölkerung. Ob das wirklich stimmt, ist eine andere Frage, aber so denken die Menschen aus ihrer Sicht in dieser Hinsicht. Es handelt sich nicht nur um einen politischen Konflikt zwischen den Menschen, sondern auch um einen geistigen Konflikt. Und eines habe ich gelernt: Solange es einen geistigen Konflikt in uns oder in den Menschen gibt, sind wir auf dem richtigen Weg. Gott ist mit von der Partie. Gott ist an der Politik beteiligt. Gott ist mit in unserem Leben. Und deshalb war aus Jerusalem ein deutlicher Protest gegen die geplante Bibelverbrennung zu hören. Und so wie die westlichen/christlichen Nationen in Stockholm im Ernstfall nicht für die Bibel eingetreten sind, so werden dieselben Nationen im Ernstfall nie für den „Gottesstreiter“ Israel eintreten.





Shalom, lieber Aviel. Mich wundert, sehr das du nicht wahrgenommen hast das die Welt, damit meine ich nicht nur die Juden sondern ihre Brüder die Christen sehr aufgebracht sind über diese Sache. Und weißt du wo ich das heute gelesen haben. Ja in der ArutzSheva.
Ich finde die Meinungsfreiheit endet da, wo ein Mensch oder eine Gruppe in seinen religiösen Gefühlen stark verletzt wird. Aber ja…. eine Provikation soll es ja sein.
In den USA wollte doch ein christlicher Mensch das heilige Buch der Araber verbrennen. Wie unweise. Jesus hätte so was nie getan. Wiewohl ich dieses Buch für gefährlich im weitesten Sinne halte.
Aber jetzt mal Tacheles: was glaubst du wie viele Bibeln in Ländern mit der Sharia heute an diesem Tage verbrannt und vernichtet werden. Sind es hundert, oder tausende. Darüber redet niemand.
Nachfolger Jesu jedenfalls sollten Böses mit Gutem vergelten.
In diesem Sinne ein herzliches Shalom
Die deutschen Politiker beschäftigen sich nicht mit der Bibel und Gottes Wort.
Die lassen lieber Kinder und Jugendliche festnehmen, die gegen den Klimawandel und den katastrophalen Folgen daraus wie Dürre und Überschwemmung eintreten.
Die sog. „letzte Generation“.
Wer weiß, so Gott will ist es wirklich die letzte , bevor der Herr Jesus wiederkehrt…
Weiß man wirklich nichts mehr über die Bücherverbrennungen der Nazis?
Da ging es nicht mal um heilige Bücher, sondern um freigeistige Werke, die den Verbrechern nicht genehm waren. Nur ein Name:Erich Kästner, Beispiel „Emil und die Detektive“, ein harmloses Kinderbuch.
Der Autor war eben suspekt, weil er kein Nazi war.
Willi Weglehner
Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller VS (in ver.di)
Member of German Writers´ Association
Buchenweg 4
D-91177 Thalmaessing
Tel. / Fax.: (0 9173) 6 52
Deutschland
ist jeder Bücherverbrennung schlecht – oder kommt es doch auf den Inhalt an?
Apostelgeschichte Kapitel 19:
17 Das aber wurde allen bekannt, die in Ephesus wohnten, sowohl Juden als auch Griechen. Und Furcht fiel auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde hoch gepriesen. 18 Und viele von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und erzählten ihre Taten. 19 Viele aber von denen, die Zauberkünste getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen; und sie berechneten ihren Wert und kamen auf 50 000 Silberlinge.
20 So breitete sich das Wort des Herrn mächtig aus und erwies sich als kräftig.
Es ist ein Unterschied, ob ich meine eigenen Bücher verbrenne, wie hier zu lesen, weil ich damit geistlchen Schaden zufüge und bereue,
oder fremde Bücher, weil sie mir nicht passen und ich den Verfasser damit
„verbrenne“.
Hier tun die Zauberer Buße, weil Jesus sie ansprach.
Natürlich ist es nicht weise eine Bibel zu verbrennen. Aber mit all den Protesten bestärkt man doch den Mann nur. Wenn niemand darauf reagiert, läuft seine Provokation ins Leere und fertig ist.
Sich über das Verbrennen von Papier und Druckerschwärze „aufzublähen“ und gleichzeitig „nichts zu tun“ im Sinn von Schöpfung bewahren, ist herzerfrischend menschlich-bekloppt….
In dem Artikel und auch aus der Bibel wird deutlich, dass es im Grunde keine christlichen Nationen gibt. Deswegen sollte man eher von den „sogenannten Christlichen Nationen“ sprechen. Das gleiche trifft auf Parteien zu, die sich irgendo „christlich“ nennen.
Meines wissens ist nur von Israel als Nation bekannt, dass sie die Anerkennung JHWH’s hatte und letztendlich bis in alle Ewigkeit haben wird, denn der Messias ist Jude und Israelit.
Von allen anderen „Gerechten aus den Nationen“ ist immer nur als Einzelpersonen die Rede.
Sehr aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang der Römerbrief im Kapitel 11, Abschnitte 17 bis 32.
Seit der jüdische Messias zum Vater zurückgekehrt ist, sind die Juden verfolgt, gedemütigt, beschuldigt, gequält und vernichtet worden. In Israel wurden Kirchen gebaut, Moscheen, Heiligenbilder aufgestellt, der Messias arisiert. Dann hat man sich gewundert, dass Juden nicht zu Christen wurden. Heute denken die meisten so und wissen nicht, dass wir Nationen nur dankbar sein können, uns Gnade der Erlösung auch widerfährt, wenn wir dem jüdischen König glauben als die „Hunde, denen Brosamen abfallen.“ Demut ist angesagt, Christenheit; wenn Einer auch für mich stirbt, dann muss ich schon hören, was Er sagt, wenn ich leben will. Juden haben Ihn auferstehen sehen und es bezeugt, durch den Tröster Mut bekommen und die ganze Welt bereichert mit der guten Botschaft für alle.
Ich sitze mit 81 noch immer auf dem Ast des Baumes, der mich trägt und hoffe, dass mich kein noch so stürmischer Orkan `runterfegt. Shalom! Demokratie ist nichts – JeshuasKönigreich ALLES!
Meines Wissens gibt es hier tatsächlich einen Unterschied zwischen Moslems und Christen. Für Christen ist das Buch an sich nicht heilig. Deshalb haben sie z.B. keine Probleme, ihre Bibel z.B. in ein Zeltlager mitzunehmen, wo sie Wind und Wetter ausgesetzt ist. Sie malen hinein, unterstreichen, markieren Texte und lesen sie auch auf dem Klo. Der Inhalt ist ihnen heilig, ja, aber nicht das Papier.
Moslems hingegen verehren das Buch an sich, auch wenn sie nie darin lesen. Wie das bei den Juden ist, weiss ich nicht.
Für mich als Christ wäre es schlimm, wenn ein Regime mir meine Bibel wegnehmen und verbrennen würde. Aber wenn ein Moslem provozieren will, indem er in der Buchhandlung eine Bibel kauft und diese öffentlich verbrennt, habe ich zwar Mitleid mit ihm. Aber ich finde es gar nicht schlecht, wenn wir darauf nicht so reagieren wie umgekehrt die Moslems.
Ich stimme dem Schreiber der obigen Worte zu. Viele Juden, die jetzt noch in diesen Ländern wohnen, werden sich fragen, ob es nicht Zeit ist, diese Länder zu verlassen und nach Israel zu ziehen. Auch ich stelle mir diese Frage, obwohl ich noch kein Jude bin.
die Antwort von Daniel Wunderli sagt mir sehr zu…und an den 28 Wochen dauernden Protesten in Israel gegen die Justizreform sieht man auch, dass das jüdische Volk generell sehr protestfreudig ist….WEnn ich so darüber nachdenke, ob Christen überhaupt protestieren sollen…??? fällt da jemandem eine entsprechende Versstelle ein ???
Das ist Mal wieder deutlich ein Beweis dafür, dass die Juden allgemein weniger Angst vor den Folgen haben als die Christen, wenn sie für ihren Gott vor den Moslems einstehen und gegen die Verbrennung von Gottes Wort sind.
Adonai spricht: „Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“
Das geschriebene Wort Adonais können wir verbrennen – es ändert Nichts.
Das gesprochene, lebendige Wort Adonais bleibt auf ewig bestehen! Daran können ändern wir nichts, gar nichts ändern.
Gott sei Dank!