Guten Morgen, liebe Freunde!

In der letzten Ausgabe von Israel Heute habe ich einen Artikel mit dem Titel „Frieden machen und Böses schaffen“ geschrieben, weswegen etliche Leser und Freunde mich angeschrieben und angerufen haben. Im hebräischen Bibeltext heißt es übersetzt:
„Der ich das Licht erzeuge und die Finsternis schaffe, der ich Frieden mache und Böses schaffe. Ich, der HERR, tue solches alles.“ (יוֹצֵ֥ר אוֹר֙ וּבוֹרֵ֣א חֹ֔שֶׁךְ עֹשֶׂ֥ה שָׁל֖וֹם וּב֣וֹרֵא רָ֑ע אֲנִ֥י יְהוָ֖ה עֹשֶׂ֥ה כָל־אֵֽלֶּה׃)
Boreh Ra (וּב֣וֹרֵא רָ֑ע) oder übersetzt Böses schaffen, ist den meisten Menschen einfach fremd. Es passt nicht, denn Gott schafft nichts Böses. Und so haben mir einige Leser und Freunde mitgeteilt, dass ich den hebräischen Bibeltext von Jesaja 45 wohl falsch übersetzt habe. Das könnte nicht sein, denn in den deutschen Bibeln stehe es anders. Ein anderer teilte mir mit, dass nach seiner Kenntnis der hebräischen Sprache dies folgendermaßen übersetzt werden sollte: „Ich machte das Licht und ließ die Dunkelheit sein, ich werde Frieden machen und das Böse auslöschen, ich bin Jehowah und werde all dieses tun“. Aber von auslöschen hat der Prophet Jesaja nichts gesagt. Boreh (ב֣וֹרֵא) hat einfach nichts mit auslöschen zu tun. Auslöschen wurde vielleicht der Denkweise und Auslegung angepasst, aber hat nichts mit dem Hebräischen Text zu tun. Er empfiehl mir außerdem auf nette Weise, in einer Jeschiwa-Schule zu lernen. Jemand anders schlug mir für „schaffen“ die Worte „aufsetzen und hervorbringen“ vor. Aber auch dies hat nichts mit dem hebräischen Wort Boreh gemeinsam. Und andere wechselten das Wort Böse mit Unheil und Unglück aus. Damit akzeptieren diese Leute das Wort schaffen, aber verdrehen den Sinn mit dem Austausch von Böse.
Ich weiß, vieles ist nicht leicht zu verstehen und erst recht nicht Jesaja 45, wenn es zu Beginn der Bibel heißt es: „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der sechste Tag“. Wie ist nun zu verstehen, Gott habe das Böse erschaffen, wenn laut seinen eigenen Worten doch alles sehr gut war, was Er gemacht hat? In fremden Sprachen ist dieser Knoten leichter zu lösen, aber nicht in der Hebräischen Sprache. In der Hebräischen Bibel gibt es keine Wortauswahl für Boreh (schaffen). Boreh ist Boreh und damit müssen wir zurechtkommen. Wir können Boreh nicht mit Lechabot (auslöschen) austauschen, um damit unseren Glauben so zu rechtfertigen, wie er uns passt. Es steht geschrieben „der ich Frieden mache und Böses schaffe. Ich, der HERR, tue solches alles“.
Wir können davor nicht einfach wegrennen wie Jona, sondern müssen lernen, beten und nachdenken, was Gott damit wirklich meint. Zwei Leser haben sich unter anderem wegen dieser Thematik zum Israel Happening in der italienischen Schweiz angemeldet, sie wollen mehr darüber erfahren und mit uns diskutieren. Und darauf freuen wir uns. Denn das ist die Idee und der Sinn dieser vier wertvollen Tage. Dialoge und Gedankenaustausch am Tisch von Angesicht zu Angesicht. Auch wenn wir uns nicht einig sind, sind und bleiben wir doch Freunde. Die Bibel soll Menschen verknüpfen und nicht trennen. Und genau das ist unser Anliegen.
Als kommt und seid mit uns.
Schalom & Le´Hitraot!





Erkläre doch bitte was Gott damit wirklich meint.
Ich habe keine Probleme mit diesem Text. Mein Leben lang beschäftigt mich die Bibel, Gottes Liebesbrief an uns ,und die Malerei , mithilfe der ich darstelle, was ich in Gottes Wort lese. Auch zu diesem Thema habe ich ein Bild gemalt .Vielleicht berichten sie über die Tagung zu dem Bibelwort. Das würde mich freuen. Ich kann aus finanziellen Gründen nicht teilnehmen, bin an dem Gedankenaustausch aber sehr interessant.
Es ist fast so wie die Bibelstelle lautet: Er setzt die Mächtigen ein und stößt sie wieder vom Thron (aus der Erinnerung geschrieben, ich weiß die Stelle nicht).
Als Donald Trump gewählt wurde waren alle entsetzt und betitelten ihn mit allen möglichen ….worten. Ich fand die Stelle und wartete ab, er hatte ja im Gefolge
Tochter und jüdischen Schwegersohn. Und was brachte sein erworbenes Amt?
Für Israel fast ausschließlich Günstiges – was sein smarter Nachfolger dann
versuchte rückgängig zu machen.
Ebenso las ich, wie der Allmächtige sagt:“Ist ein Unglück in der Stadt, dass
der Herr n i c h t tut?“
Da denke ich an die vielen Katastrophen, die vor der Wiederkunft Jesu
stattfinden werden. Z.Zt. an allen Ecken und Enden.
Auch Jesu Rede vor Pilatus (oder Herodes?) : „Du hättest keine Macht, wenn sie die nicht von Oben gegeben wäre.“
Bestimmt gibts noch mehr Stellen.
Das zeigt aber, dass der Herr aktiv eingreift, auch, wenn´s böse scheint.
Die Christenheit hat sich einen lieben Kuschelgott ausgedacht. Sie vergißt,
dass wir Ihn auch fürchten sollen. Es ist kein Widerspruch zur Liebe Gottes.
Ich denke auch an Joseph und seine Brüder. Welch schrecklicher Weg – und doch führte er zur Rettung des eigenen Volkes sowie auch Ägyptens.
Auch persönlich: In Finsternis leiden wir gewaltig, Habe ich erlebt, aber dann
leuchtete mir das Evangelium umso heller. Bis heute. Schalom! Silvia
Vielleicht haben wir ein falsches Verständnis von Gott…
Adam und Eva wollten die Erkenntnis von gut und böse, wir haben diese somit auch. Was ist nach dem Sündenfall passiert? Es gab die erste Erkenntnis, Adam und Eva waren nackt. Waren sie ja vorher auch, jedoch konnten sie dies vorher nicht erkennen, nach dem Sündenfall schon.
Das bedeutet, dass die Wahrnehmung von Adam und Eva verändert wurde, sie konnten plötzlich unterscheiden. Wo fand diese Veränderung statt? In ihrem Geiste.
Danach hat Kain den Abel erschlagen, auf seinem eigenen Acker. Warum? Adam und Eva wollten die Erkenntnis von gut und böse, ihre Söhne haben ihnen diese vermittelt. Eine Handlung im Fleisch (Stein auf den Kopft, viel Blut fließt, Abel ist hin) für eine geistige Erkenntnis!
Was hat Kain dazu gebracht Abel zu erschlagen? Lt. Thora die Auswirkungen ihrer Gebete. Woher wussten die Beiden was ein Gebet ist?
Hatten ihre Eltern ihnen das Beten beigebracht?
Was versteht Gott unter einem Gebet? Soll nicht unser ganzes Denken, Reden und Handeln ein Gebet sein. Sollen wir uns nicht lt. Thora die Thora auf die rechte Hand und an die Stirn binden? Bei allem was wir tun?
Die Thora ist keine theologische und auch keine philosophische Schrift, sie ist das Wort Gottes, denkt mal darüber nach….. Shalom