Jahrelang waren Fragen zum israelisch-palästinensischen Konflikt ein Randthema im israelischen Diskurs. Dies hat sich nun grundlegend geändert. Die Schlagzeilen in Israel werden mit Nachrichten über Ereignisse bezüglich der israelisch-palästinensischen Szene überschwemmt.
Teilweise ist dafür wahrscheinlich die Tatsache der Grund, dass Premierminister Naftali Bennett seit seinem Amtsantritt eine Position vertritt, die darauf abzielt, „den Konflikt zu verkleinern“, indem er politische Initiativen fördert, die den Wohlstand erhöhen und das allgemeine Wohlergehen der Palästinenser verbessern sollen.
Die Einigkeitskoalition, die sich aus linken und rechten Parteien zusammensetzt, hat sich von Anfang an darauf geeinigt, ihre jeweiligen Endspielziele für den Konflikt auf Eis zu legen, um sicherzustellen, dass eine funktionierende Regierung aufrechterhalten werden kann. Dies bedeutete, dass jede Entscheidung, die den Status quo ins Wanken bringen könnte, beiseite geschoben wurde, sodass sich die fragile Regierung auf wirtschaftliche und zivile Themen in Israel konzentrieren konnte. Daher ist die Diskussion über die Annexion und den Ausbau der israelischen Siedlungen in Judäa und Samaria ebenso vom Tisch wie die Erwägung...
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