Wird Marokko den jordanischen Status auf dem Tempelberg schwächen? Kobi Gideon/GPO
Israel

Wird Marokko den jordanischen Status auf dem Tempelberg schwächen?

Nachdem Israel und Marokko nun offiziell Freunde sind, werden die Karten im islamischen Machtspiel um die Al-Aksa-Moschee wieder kräftig gemischt.

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Mit der neusten Normalisierung zwischen Israel und einem arabischen Staat geht diesmal auch ein neuer Mitspieler in Sachen jüdischer Tempelplatz in Jerusalem einher. Schon immer haben sich die marokkanischen Könige als Verteidiger der islamischen Heiligen Stätte in Jerusalem betrachtet. Aus diesem Grund wurde zwei Jahre nach der Wiedervereinigung Jerusalems im Jahr 1969 die Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Rabat gegründet. Das war der offizielle Anlass und die Befreiung der Al-Aksa-Moschee und Jerusalem war die wichtigste Aufgabe der Organisation, die früher Organisation der Islamischen Konferenz hieß. Die OIC hat 56 islamische Mitgliedsstaaten und nimmt für sich in Anspruch, den Islam zu repräsentieren. Mit der palästinensischen Autonomiebehörde sind es sogar 57. Eines der wichtigsten Komitees in der OIC war das Jerusalemer Komitee, das sich nur um die Befreiung Jerusalems und der Al-Aksa-Moschee kümmerte. Die marokkanischen Könige Hassan II. und sein Nachfolger König Mohammed VI. hatten den Vorsitz dieses Komitees. Mit der Normalisierung zu Israel stabilisiert Marokko seinen politischen Status auf die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem.

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