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MitgliederWas tun mit Jesus, dem Juden?

Warum ist ein jüdischer Jesus für das Christentum so problematisch?

Jesus
Foto: Creative Commons

Ich bin in den 1950er und 60er Jahren in Boston aufgewachsen, einer Zeit, in der ich mir diese Frage nie gestellt habe. Für uns war klar: Jesus war ein Christ. Und seltsamerweise war Jesus ein arischer Christ, der auf jüdisches Blut aus war. Wir wollten mit „diesem Mann“ nichts zu tun haben.

Wie wurde ein Jude aus Galiläa zum Christen, und zwar zu einem judenhassenden? Die kurze Antwort ist das Problem der Einzigartigkeit.

 

Das Christentum ist besser

Alle religiösen Traditionen sehen sich selbst gerne als besonders, einzigartig und in mancher Hinsicht besser als andere. Auch das Christentum wollte sich als von der jüdischen Religion unterscheidend definieren und etablieren, was bedeutete, die Person Jesu von seiner Jüdischkeit und insbesondere seinem Judentum zu trennen. Jahrhundertelang haben christliche Gelehrte eine Theologie entwickelt, die Jesus aus der jüdischen Kultur, den jüdischen Traditionen und der jüdischen Weltanschauung, in der er lebte und lehrte, herausriss.

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Patrick Callahan

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5 Kommentare zu “Was tun mit Jesus, dem Juden?”

  1. Michael Hoeflich sagt:

    Das ist wahr und äußerst tragisch. Und dieser Identitätsdiebstahl, dem sich seit Jahrtausenden Christen schuldig gemacht haben, hält auch heute noch an. Das ist meines Erachtens auch der Grund, dass sich so wenige Menschen in der „christlichen“ Welt hinter Israel und Gottes auserwähltes Volk stellen. Antisemitismus ist ein Kampf gegen Gott selber. Sein „Augapfel“ wird ständig und auf widerlichste Weise angetastet.

    • Ille48 sagt:

      Die Jünger waren “ mit Jesus auf dem Weg „, also Nachfolger Jesu. Und das kann ich als Jude und Nichtjude sein.
      Nun – wir werden Christen genannt, aber ich denke wir sogenannten Christen sind eingepfropft in die erste Gemeinde/Nachfolgerschaft. Und diese erste Gemeinde bestand aus Juden. Ich fühle mich meinen jüdischen Geschwistern durch Jesus verbunden. Wir gehören zusammen als ein
      Leib.

  2. hdfuerst sagt:

    Man muss Jesus von den Falschdarstellungen der Christenheit befreien. Man muss die Prophezeiungen über den Messias im TANACH lesen und an sie glauben; dann versteht man Jesus richtig. Leider ist viel Falsches in das „Neue Testament“ geschrieben worden. So war der Johannes des „Evangeliums“ kein Jünger Jesu, sondern ein Jünger des Paulus; und der hat die meisten Lügen in die Welt gesetzt.

  3. eberhard.siebel sagt:

    „Jesus war ein Christ“ Es schwirrt so viel Falsches in der Welt herum und leider wollen das viele auch so.
    Jesus ist nicht Christ sondern Christus der Messias der Juden und Herr und Haupt der Gemeinde!

  4. Jürgen und Renate Schneider sagt:

    Jesus wurde als Jude geboren .ER starb am Kreuz als Jude .ER ist AUFERSTANDEN als Jude .Und ER kommt wieder als Jude .

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