Das israelische Gesundheitsministerium erwägt, Familientreffen während Rosch Haschana, dem jüdischen Neujahrsfest, das am Vorabend des 6. September beginnt, einzuschränken. Und das, obwohl die Kampagne zur Verteilung des Auffrischungsimpfstoffs die Sterblichkeit und die Zahl der schwer erkrankten Coronavirus-Patienten in den Krankenhäusern zu verringern scheint. Zudem hatte der israelische Premierminister Naftali Bennett eigentlich wiederholt erklärt, dass ein landesweiter Lockdown zu Rosh Hashanah das letzte Mittel wäre. Vor der Wahl hatte er sogar ein ganzes Buch veröffentlicht, in dem er gegen Lockdowns argumentiert.
Die israelische Regierung neigt jedoch dazu, Entscheidungen im letzten Moment zu treffen, wie es der Zeitplan für die Entscheidung der Regierung über die Wiederaufnahme des Schulbetriebs zeigt, so dass eine weitere Schließung an Rosch Haschana im Bereich des Möglichen liegt. Nach inzwischen mehr als anderthalb Jahren, in denen der Schulbetrieb durch das Virus erheblich gestört worden ist, müssen daher die möglichen psychologischen Kosten einer weiteren Schließung in Betracht gezogen werden.
Die Geschäftsführerin der israelischen Vereinigung der Anlaufstellen für Vergewaltigungsopfer, Orit Sulitzeanu, sagte gegenüber Israel Heute: „Letztes...
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