MitgliederWann wurde „Goj“ zu einem Schimpfwort?

„Wie wurde dieses hebräische Wort aus der Bibel zu dem bekannten jüdischen Schimpfwort, das alle Nicht-Juden bezeichnet?“ Die Antwort auf dieses Rätsel geht bis zum Kern der jüdischen Identität.

| Themen: Judentum, Jüdischer Staat
Ein orthodoxer Mann schaut auf säkulare Israelis, von denen einige nach orthodoxer Definition nicht jüdisch sind, was sie zu "Nichtjuden" macht. Foto: Miriam Alster/Flash90

Allein die Vorstellung, dass ein einziges Wort zur Bezeichnung aller Völker verwendet wird, seien es Ägypter, Edomiter, Römer oder Franzosen, ist einzigartig im Weltlexikon. Eine Unterteilung der Welt in nur zwei Arten von Menschen – Juden und Nicht-Juden – unabhängig von ihrer nationalen oder religiösen Zugehörigkeit, ist nie da gewesen.

Der hebräische Begriff Gojim (Heiden), der für alle Nicht-Juden steht, kommt in der hebräischen Bibel nicht vor. Gott verspricht Abraham, ein „Goj Gadol“ („großes Volk“, Gen. 12) zu werden. Die hebräische Bibel unterscheidet zwischen den Gojim, den Kanaanitern, Ägyptern, Ammonitern, Moabitern usw., und bezieht sich auf jede Volksgruppe entsprechend. Im Neuen Testament ist es der Apostel Paulus, der die Welt zum ersten Mal in nur zwei Volksgruppen einteilt – Juden und Heiden (Gojim).

In der hebräischen Bibel werden die Nicht-Israeliten nicht alle in eine Gruppe eingeteilt. Es gibt den Fremden (Ger), der unter den...

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