Volksführer machen sich schnell unbeliebt, wenn sie zu Reformen drängen. So ergeht es derzeit Benjamin Netanjahu, dem Ministerpräsidenten Israels. Und so erging es auch dem Ministerpräsidenten Menachem Begin, der wegen des Friedens mit Ägypten 1979 ebenso kritisiert wurde wie für den Libanonkrieg 1982. Selbst Israels legendärer Staatsgründer David Ben Gurion geriet in seinen letzten Jahren unter heftige Kritik und musste sogar zurücktreten. Politische Reformer wecken Kritik und Protest. Aber wenn Entscheidungsträger an ihren Missionen festhalten und erfolgreich sind, gehen sie als große Köpfe in die Geschichte ein. Das stereotype Szenario lässt sich auch im Rückblick auf die biblische Politik anwenden.
Manche bedeutende Führungspersönlichkeit im Volk Israel genoss zu Lebzeiten nicht besonders große Sympathie. Erst posthum wurde ihr Dienst angemessen gewürdigt. Zum Beispiel Mose: Er führte die Kinder Israels aus der Sklaverei in Ägypten heraus und vermittelte zwischen Gott und dem Volk. Während seiner Amtszeit in der Wüste musste er einiges erleiden, obwohl er auf...
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Umso unbeliebter Netanyahu wird, umso mehr muss er die Justizreform umsetzen.