Vater des Soldaten Oron Shaul gestorben

Herzl Shaul, Vater von Oron Shaul, dessen Leiche von der Hamas seit dem Gazakrieg festgehalten wird, ist am vergangenen Freitag im Alter von 54 Jahren an Krebs gestorben.

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Herzl Shaul, Vater von Oron Shaul, dessen Leiche von der Hamas seit dem Gazakrieg festgehalten wird, ist am vergangenen Freitag im Alter von 54 Jahren an Krebs gestorben. Seit zwei Jahren kämpfte er für die Rückgabe der Leiche seines Sohnes. Gestern wurde er beerdigt. Mehr als 1000 Menschen begleiteten ihn auf seinem letzten Weg. Unter den Anwesenden waren auch Staatspräsident Reuven Rivlin, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und der Oberbefehlshaber der Israelischen Armee Gadi Eizenkot.

Seit mehr als zwei Jahren kämpfte Herzl Shaul für die Rückgabe der Leiche seines im Gazakrieg gefallenen Sohnes Oron. Auch nachdem vor einem Jahr seine Krebserkrankung entdeckt worden war, kämpfte er weiter. Er war auf jeder Veranstaltung oder Demonstration anwesend. Kurz vor seinem Tod bat er seinen Sohn, nicht aufzugeben, bis Oron nachhause gebracht wird. Er sagte zu seinem Sohn: „Rufe den Oberbefehlshaber der Armee an und erinnere ihn daran, dass die Armee Oron nach Gaza geschickt hat, er soll sich darum kümmern, dass sie ihn zurückbringen.“

Der älteste Sohn Aviram sagte auf der Beerdigung: „Ich kann es nicht fassen, dass ich über dich (den Vater) in der Vergangenheit spreche. Es ging alles so schnell und ich konnte nicht glauben, dass dieser Tag kommen würde. Du hast nie aufgegeben, hast dich bemüht, zu gehen, aufzustehen und das zu tun, was du immer gemacht hattest, ohne um Hilfe zu bitten.Warum bist du von uns gegangen Vater? Was machen wir ohne dich? Du hattest versprochen, dass du bleibst, bis Oron aus dem Krieg zurückkommt, aber du hast dein Versprechen nicht gehalten, also komme zurück, du hast es doch versprochen!“

Er wandte sich auch an den Staatspräsidenten und Ministerpräsident mit den Worten: „Geehrter Präsident, Herr Ministerpräsident und Verteidigungsminister, mein Vater starb in Trauer und Reue. Er hat es bereut, dass er um seinen Sohn getrauert hat, nur weil er wegen eines Einschusslochs in seinem Helm und Blutflecken für Tot erklärt worden war. Mein Vater wurde aufgefordert, die Trauerwoche zu beginnen, nur wegen dieses Fundes. Es steht außer Zweifel, dass dieses dich, Vater, gebrochen hat. Und nun bist du deswegen nicht mehr bei uns.“

Staatspräsident Reuven Rivlin erinnerte sich in seiner Rede an sein letztes Treffen mit Herzl Shaul: „Lieber Herzl, es ist so traurig. Vor einem Monat hatten wir uns getroffen. Du warst schon sehr krank. Du ind deine Frau sahen in meinem Büro das Bild von Oron. Es fiel dir schwer, zu sprechen, aber deine Augen machten deine Bitte deutlich, dass wir alles nur mögliche tun sollen, um Oron nachhause zu bringen. Es tut mit Leid, dass es uns nicht gelungen ist, noch zu deiner Lebenszeit Oron nachhause zu bringen. Jetzt, vor deinem Grab, verpflichte ich mich, unser Versprechen einzuhalten, deinen Sohn Oron nachhause zu bringen.“

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