US-Friedensplan ist fertig

Die Arbeiten an dem amerikanischen Friedensplan für den israelisch-palästinensischen Konflikt, der sogenannte „Jahrhundert-Deal“, soll fertiggestellt worden sein. Mit seiner Veröffentlichung will man bis nach den Wahlen in Israel warten.

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US-Präsident Trump und Jaren Kushnir bei einem Treffen mit Ministerpräsident Netanjahu in Jerusalem, im Mai 2017 Foto: Kobi Gideon/GPO

Die Arbeiten an dem amerikanischen Friedensplan für den israelisch-palästinensischen Konflikt, der sogenannte „Jahrhundert-Deal“, soll fertiggestellt worden sein. Das meldeten gestern zwei hochrangige Mitglieder der US-Administration dem Fernsehsender Fox News.

Der aus rund 200 Seiten bestehende ausgearbeitete Friedensplan soll US-Präsident Donald Trump übergeben worden sein, der sich zufrieden über die Parameter des Abkommens gezeigt haben soll. Nur insgesamt fünf Personen sollen Zugang zu dem Inhalt des Friedensplans haben. Der amerikanische Präsident wurde vom US-Botschafter in Israel, David Friedman, dem Sondergesandten für den Nahen Osten Jason Greenblatt und dem Schwager Trumps, Jaren Kushnir, über die Einzelheiten des Plans unterrichtet.

Der Friedensplan wird allerdings nicht vor den Wahlen in Israel am 9. April veröffentlicht werden. „Wir werden nichts tun, was die Sicherheit Israels gefährdet“, sagten Mitglieder der Trump-Administration. Sie sagten auch, dass Präsident Trump sehr zuversichtlich sei, dass der Plan in der Lage sein wird, den Frieden voranzutreiben.

Im Januar zitierte der israelische Fernsehsender Channel 13 amerikanische Quellen und gab Einzelheiten des amerikanischen Friedensplans bekannt. Unter anderem sollen in Jerusalem zwei Hauptstädte bestehen. Im Westen die Hauptstadt Israels und im Osten die Hauptstadt eines Staates Palästina.

Die Veröffentlichung der Einzelheiten wurde danach vom Sondergesandten Jason Greenblatt kritisiert und als Spekulation bezeichnet. Der Inhalt des Plans sei nur sehr wenigen Menschen bekannt.

Auf palästinensischer Seite wird der amerikanische Plan, der Jahrhundert-Deal“ , weiter abgelehnt. Aus diesem Grund haben sie auch keine Vertreter zur Friedenskonferenz geschickt, die in dieser Woche in Warschau stattfinden wird.

Archivbild: US-Präsident Trump und Jaren Kushnir bei einem Treffen mit Ministerpräsident Netanjahu in Jerusalem, im Mai 2017 (Foto: Kobi Gideon/GPO)

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