Und wieder heulten die Sirenen

Kurz nach Mitternacht wehrte das Raketenabwehrsystem Iron Dome eine aus dem Gazastreifen abgeschossene Rakete ab.

Es war kurz nach Mitternacht, als im Landkreis Eshkol im Süden des Landes zum ersten Mal seit etwas mehr als einen Monat erneut die Sirenen ertönten. Kurze Zeit später berichteten Anwohner von Explosionsgeräuschen. Das Raketenabwehrsystem Iron Dome hatte eine vom Gazastreifen auf Israel abgeschossene Rakete abgefangen.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, auch hat es keine Sachschäden gegeben. Als Reaktion auf die Rakete aus dem Gazastreifen griff die israelische Luftwaffe noch in der Nacht Infrastrukturen der Terror-Organisation Hamas an. Dabei wurde im Süden des Gazstreifens ein Terror-Tunnel zerstört.

Kurz vor dem Raketenangriff hatte der Koordinator der Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) mitgeteilt, über dem Gazastreifen eine Seeblockade zu verhängen. Grund dafür seien die fortgeführten Angriffe aus dem Gazastreifen mit Feuer- und Sprengstoff-Ballons. die alleine in dieser Woche zu 20 Feuern im Süden geführt hatten. Gestern wurden zehn solcher Ballons vom Gazastreifen aus nach Israel geschickt. Zwei von ihnen enthielten Sprengstoff und explodierten auf dem Gebiet des Landkreises Eshkol. Sechs weitere Ballons lösten Brände auf Feldern aus. Zwei Ballons „scheiterten“ bei ihrer Mission und explodierten nicht.

Bei einem der Feuer wurden fünf Hektar eines Weizenfeldes in der Nähe des Kibbutz Nachal Oz verbrannt.

 

Das verbrannte Weizenfeld bei Nir Oz

 

Nach einem Monat der relativen Ruhe im Süden scheint sich nun die Lage wieder anzuspannen. Jeden Tag werden mehr Ballons im Himmel gesichtet und in der Nacht wurde erstmal wieder eine Rakete in Richtung Israel abgeschossen. Auf die israelische Reaktion hat es bisher keine Reaktion seitens der Terroristen im Gazastreifen gegeben. Aber morgen ist wieder Freitag, der Tag der wöchentlichen Unruhen am Grenzzaun zum Gazastreifen im Rahmen des schon zur Tradition gewordenen „Marsches der Rückkehr“.

Archivbild: Iron Dome in Aktion (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Kommentare: