Irans neuer Oberster Führer, Mojtaba Khamenei, ist offensichtlich kein bisschen gemäßigter als sein getöteter Vater – und beabsichtigt, den Kurs in Richtung des Ziels, Israel zu vernichten, fortzusetzen.
In einer schriftlichen Erklärung zur Hadsch-Pilgerfahrt rief Khamenei Muslime auf der ganzen Welt auf, „Tod Amerika“ und „Tod Israel“ zu den gemeinsamen Rufen der islamischen Welt zu machen – ein Signal, dass apokalyptische Demagogie weiterhin die offizielle Staatspolitik der Islamischen Republik ist.
Die Sprache war vertraut, weil die Ideologie unverändert geblieben ist. Israel wurde als „Krebsgeschwür“ beschrieben, das sich dem Ende seiner Existenz nähere. Amerika wurde erneut als der „Große Satan“ bezeichnet. Die Hisbollah, die Hamas, die Huthi und andere iranisch unterstützte Kräfte wurden als Teil einer siegreichen „Widerstandsfront“ gelobt.
So viel zum Wunschtraum eines weicheren Irans nach dem Tod von Ali Khamenei.
Der Sohn hat das Vokabular, die Feinde und die gefährlichen Obsessionen seines Vaters geerbt. Sein erster Instinkt ist nicht Reform, nicht Wiederaufbau, nicht Frieden für das iranische Volk – sondern dasselbe Projekt der regionalen und globalen Unterwerfung, das die Nation seit Jahrzehnten ausgeblutet hat: Israel einkreisen, Stellvertreter bewaffnen, Amerika bedrohen und das göttlichen Sieg nennen.
Während die Trump-Regierung diplomatische Bemühungen mit Teheran fortsetzt, teilt Mojtaba Khamenei der muslimischen Welt genau das mit, was das Regime glaubt. Der Westen mag von Rahmenbedingungen, Formulierungen und Dokumenten sprechen. Teheran spricht von Vernichtung.
Das ist das zentrale Problem mit dem iranischen Regime. Seine Feindseligkeit gegenüber Israel ist keine politische Meinungsverschiedenheit. Sie ist grundlegend, theologisch, zivilisatorisch.
Israel hat es hinter sich, solche Drohungen als bloße Rhetorik abzutun. Washington muss dasselbe tun.




