Durch Gottes Gnade wurde karges, desolates Land zum Blühen gebracht. Dem jüdischen Volk ist es sogar geglückt, eine Sprache, die nur noch zeremoniellen Nutzen hatte, wiederzubeleben – Ivrit ist heute eine lebendige Gegenwartssprache.
Nur eines scheint Israel nicht zu gelingen, nämlich die Welt dazu zu bringen, wenigstens die fundamentalen physischen Beweise für sein historisches Recht auf das Land zu akzeptieren. Die UNESCO verabschiedete sogar vor einem Jahr eine Resolution, die eine jüdische historische Verbindung zu Jerusalem und insbesondere zum Tempelberg in Abrede stellt.
Welche Gedanken Benjamin Netanjahu leiteten, als er der UNESCO eine Replik eines Frieses aus dem Titusbogen zum Geschenk machte, können wir nur erahnen. Doch er scheint den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Der Titusbogen entstand 82 n. Chr. in Rom, um an den ersten jüdisch-römischen Krieg, in Israel „Große Revolte“ genannt, zu erinnern. Die Römer hatten aus dem Tempel sakrale Gegenstände geraubt und eine nicht geringe Zahl Jerusalemer Einwohner nach Rom verschleppt. Dies ist in etlichen Details im Titusbogen verewigt.
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