Teva-Mitarbeiter demonstrieren

Die von der Kündigung bedrohten Mitarbeiter des israelischen Pharma-Konzerns Teva haben in der Innenstadt von Jerusalem demonstriert. Dabei wurde zeitweise der Betrieb der Straßenbahn behindert. Danach wurden sie vor dem Rathaus von Bürgermeister Nir Barkat empfangen, der den Mitarbeitern von Teva seine Unterstützung für den Erhalt der Arbeitsplätze und dem Werk in Jerusalem versprach.

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Die von der Kündigung bedrohten Mitarbeiter des israelischen Pharma-Konzerns Teva haben in der Innenstadt von Jerusalem demonstriert. Dabei wurde zeitweise der Betrieb der Straßenbahn behindert. Danach wurden sie vor dem Rathaus von Bürgermeister Nir Barkat empfangen, der den Mitarbeitern von Teva seine Unterstützung für den Erhalt der Arbeitsplätze und dem Werk in Jerusalem versprach.

Vor einigen Tagen hatte die Geschäftsleitung des Konzerns bekanntgegeben, eine große Zahl ihrer Mitarbeiter sowohl in Israel als auch im Ausland kündigen zu müssen, um das Überleben des Konzerns zu sichern. Auch sollen einige Standorte des Konzerns, wie das Werk in Jerusalem, gänzlich geschlossen werden. Weltweit sollen um die 14000 Mitarbeiter entlassen werden, in Israel liegt die Zahl der geplanten Kündigungen bei 1750.

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat versprach den Mitarbeitern von Teva seine Unterstützung (Foto: Dov Eilon)

Teva war in Schwierigkeiten geraten, nachdem sie die alleinigen Rechte zur Herstellung des Arzneimittels Copaxone verlor, die sie für eine Zeit von 20 Jahren innehatte. Das Mittel wurde am Weizman Institut in Israel entwickelt. Es dient zur Behandlung von Multipler Sklerose. Das Mittel wurde im Jahr 1996 in den Vereinigten Staaten zugelassen. Jetzt, 20 Jahre später, hat Teva nicht mehr das alleinige Recht für die Herstellung des Arzneimittels, was einen erheblichen Einnahmeverlust zur Folge hatte. Auch eine nicht gelungene Übernahme eines mexikanischen Konzerns trug zur Verschlechterung der finanziellen Situation von Teva bei.

Vorgestern kam es zu einem Treffen zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und weiteren Ministern mit dem dänischen Chef von Teva, Kare Schultz. Ziel des Treffens war es, die Zahl der Kündigungen auf ein Minimum zu halten und die Schließung des Werks in Jerusalem zu verhindern. Doch die Gespräche wurden ergebnislos beendet. Kare Schultz sagte, er lasse sich nicht vorschreiben, wo er wieviele Mitarbeiter zu entlassen habe. Auch hätten die Werke in Jerusalem keine Existenzberechtigung. Es gehe um die Rettung des Konzerns, ohne die geplanten Kündigungen und Schließungen der Werke würde der Teva-Konzern aufhören, zu existieren.

Die Gewerkschaft drohte jetzt, den Kampf gegen die Entlassungen weiter zu verschärfen.

Bild: Mitarbeiter von Teva demonstrieren in der Jerusalemer Innenstadt (Foto: Dov Eilon)

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