Tacheles mit Aviel – Zuerst Krieg und Hölle

Danach erst Frieden! Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Viele Menschen fragen mich, was ist am Schabbat schiefgelaufen? Alles, sage ich!

von Aviel Schneider | | Themen: Krieg gegen den Terror, Tacheles mit Aviel
Krieg: Khan Yunis nach einem israelischen Luftangriff im Süden des Gazastreifens, am 10. Oktober 2023. Foto von Abed Rahim Khatib/Flash90
Khan Yunis nach einem israelischen Luftangriff im Süden des Gazastreifens, am 10. Oktober 2023. Foto von Abed Rahim Khatib/Flash90

Wir können jetzt lange darüber diskutieren, warum und wie alles schiefgelaufen ist, aber das machen wir später. Zuerst muss der Krieg gewonnen werden. Dafür wurden über 400.000 Söhne Israels über Nacht in den Reservedienst einberufen. Israel steht vor einem Krieg und dieser wird erst in den nächsten Tagen beginnen. Dieser wird Hamas erschüttern und den Nahen Osten ebenso. Und wo in der Bibel passierte ein ähnliches Szenario, wie jetzt am Gazastreifen? Und was müssen wir als Volk dringend daraus lernen?

„Ihr bekommt die Hölle! Kinder, Frauen und alte Menschen zu entführen, zu missbrauchen und abzuschlachten ist unmenschlich. Es gibt keine Rechtfertigung für solche Dinge. Die Hamas ist zu ISIS geworden, und die Bewohner von Gaza sind nicht schockiert, sondern feiern. Man muss mit Tieren entsprechend umgehen. Israel hat eine totale Blockade über Gaza verhängt. Es wird keinen Strom geben, es wird kein Wasser geben. Es wird Zerstörung geben“, in diesen Worten übermittelte der Arabischsprachiger General und Druse Ghassan Alian seine deutliche Botschaft an den Gazastreifen. „Ihr wolltet die Hölle, dann bekommt ihr die Hölle“.

Die Armee ist bereit mit voller Härte zuzuschlagen. Foto von Ayal Margolin/Flash90
Die Armee ist bereit mit voller Härte zuzuschlagen. Foto von Ayal Margolin/Flash90

Jetzt ist Krieg und diesen muss Israel zuerst gewinnen. Was jetzt im Süden im Negev passiert ist, erinnert mich an ein sehr ähnliches Szenario im Negev, als die schlimmsten Feinde Israels, die Amalekiter nach Israel eingedrungen sind.

„Als nun David samt seinen Männern am dritten Tag gen Ziklag kam, waren die Amalekiter in die Negev-Wüste und in Ziklag eingefallen. Ziklag wurde geschlagen und mit Feuer verbrannt. Die Weiber und alles, was dort war, wurde entführt, klein und groß. Niemand getötet, sondern entführt und waren ihres Weges gezogen. Als nun David samt seinen Männern zur Stadt kam und sah, dass sie diese in Brandt setzte und ihre Weiber, ihre Söhne und Töchter als Geiseln nahmen, erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten. Und die beiden Weiber Davids, Achinoam, und Abigail waren auch entführt und gefangen. Und David war sehr bedrängt, denn das Volk wollte ihn steinigen; denn die Seele des ganzen Volks war betrübt, ein jeder wegen seiner Söhne und wegen seiner Töchter. David aber festigte seinen Glauben an den Heiligen und seinem Gott.“

(1. Samuel 30)

Das Volk hat zum Himmel geschrien, genauso wie das Volk Israel in unseren Tagen. Ein geistlicher Zusammenbruch in der Nation. Familien wurden entführt damals und heute, am Schabbatmorgen. Das Volk ist schockiert, aber auch die Volksführer.

Nach der Katastrophe schreit König David zum Himmel. Seine gesamte Familie ist in Gefangenschaft gefallen und die Männer wurden alle abgeschlachtet. Und das Volk Israel will seinen König töten, weil ihr Volksführer und seine Armee total versagt haben. Wo war die Sicherheit. Wo waren die Soldaten? Wo war der Geheimdienst? Wo war der König? Wie war es möglich die Stadt Ziklag im Negev zu erobern, die wie die Kibbuzim Beeri, Kefar Azza und andere Ortschaften am letzten Schabbat ebenso im Negev lag? Das gesamte Versagen und die fehlende Sicherheit werden König David vom Volk vorgeworfen. Und was macht König David? Er tut Buße und stärkt sich im Herrn und dem Gott Israels. Er gibt zu, dass er und das Volk gesündigt haben. Schon damals war sein strategisches Konzept der Sicherheit und Verteidigung falsch, genauso was Israel heute nachgesagt wird. Israels Konzept der Sicherheit ist gescheitert und deswegen reden heute alle von neuen Regeln im Krieg. „Die Palästinenser wollen die Hölle, dann bekommen sie die Hölle“. Der ehemalige Chef des Sicherheitsdienstes Joram Cohen sagte gestern Abend im Fernsehen, dass „die Hamas Nazis sind und als solche muss Israel die Hamas heute gnadenlos bekämpfen und vernichten“.

Wie König David - mit Gebet und Waffe in den Krieg. Foto von Michael Giladi/Flash90
Wie König David – mit Gebet und Waffe in den Krieg. Foto von Michael Giladi/Flash90

In dieser Not schreit König David zu Gott: „Soll ich dieser Bataillon nachjagen? Werde ich sie einholen?“ Daraufhin sagt ihm Gott: „Mach das. Jage ihnen nach, denn du wirst sie gewiss einholen und wirst gewiss Rettung schaffen!“ König David ist in den Krieg gezogen, denn alles hat seine Zeit und jetzt ist Krieg! „So errettete David alles, was die Amalekiter genommen hatten und seine beiden Weiber errettete David auch. Nichts war vermisst, weder die Kleinen noch die Großen, weder die Söhne noch die Töchter noch von der Beute irgendetwas, das sie ihnen genommen hatten. David brachte alles wieder.“

Und in dieser gleichen Not befinden sich Israel und seine Volksführer heute. Bisher sehe ich keinen, der wahre Buße tut. Keiner zeigt sich öffentlich und direkt vor der Kamera und erklärt dem Volk, wie die gesamte Sicherheit Israel explodierte. Das komplette System, auf das sich Israels Bürger verlassen haben, ist gescheitert. Nichts hat am Schabbat funktioniert. Es gab keine Sicherheit. Wo war die Armee in den ersten Stunden? Wo war die Luftwaffe? Wo war die Sicherheit an den Grenzen? Wo waren unsere Politiker? Das Volk fühlt sich betrogen. Der Überfall auf Israel im Süden war erst der Anfang. Jetzt wird es wahren Krieg geben.

Seit dem Holocaust wurden an einem einzigen Tag nie so viele Juden ermordet wie am letzten Schabbat, über 1.200 Juden. Es ist unfassbar. Dieser Kriegsangriff wird in Israels Staatsgeschichte als der schlimmste Tag eingehen und in der jüdischen Geschichte zu den schrecklichsten zählen. Die Frage ist nun, ob wir daraus lernen, so wie in biblischer Zeit der König David gelernt hatte und sich vor Gott demütigte. Das ist nicht leicht, aber Israel muss eine neue Richtung einschlagen, genau wie König David.

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6 Antworten zu “Tacheles mit Aviel – Zuerst Krieg und Hölle”

  1. frank.w24 sagt:

    אָמֵן – Amen JA Amen das wäre das Beste was die Führer Israels tun könnten ( Buße zu tun und den Gott Israels um Hilfe anzuflehen ). Aber wie Aviel schrieb, bisher hat es noch keiner der Fürsten ( Führenden ) Israels öffentlich getan. Ich hoffe das alle Gebete um Besonnenheit für die Fürsten Israels erhört werden bei unserem gemeinsamen Gott und gemeinsamen Vater im Himmel. Das der Schmerz nicht noch größer wird wenn viele junge ( und auch ältere ) Soldaten und Soldatinnen in die Hölle von Gaza geschickt werden. “ Mein ist die Rache; ich will vergelten“ sagt unser Gott…

  2. Solomann sagt:

    … und möge die Rache schrecklich sein an denen die sich schuldig gemacht haben!

    Erdbeben, Tsunami, Tornados, Feuersbrunst…

    Aber auch das eigene Volk muß Buße tun!

  3. j-glaesser sagt:

    Nicht Tiere sondern Bestien sind diese Hamas Terroristen.
    Tiere sind Natur – die Hamas Terroristen sind Werkzeuge Satans oder wie im Tanach (Buch Hiob Kapitel 40 Vers 15) und der jüdischer Eschatologie (Mischna und Talmud) steht dem BEHEMOTH.
    Der Begriff TIER (und Drache) ist dann angebracht, wenn es nach der Offenbarung des Johannes geht (z.B. Kapitel 11 Vers 7 oder Kapitel 19 Verse 19 bis 21).

  4. Solomann sagt:

    Schalom!

    Setzt die Stadt unter Wasser mit allen in Europa verfügbaren Löschflugzeugen. Der HERR gebe Starkregen das die Keller drohen zu überfluten und die „Ratten“ herauskommen. …

    Ich wünsche allen Terroristen die Vernichtung und den Geiseln neues Leben, Freiheit und Heilung!

  5. j-glaesser sagt:

    Clemens Heni schreibt auf seiner Internetseite:
    …. Jene, die sofort damit angefangen haben, Tote auf „beiden“ Seiten zu zählen und von einem „Konflikt“ daherreden, als ginge es um eine nur etwas aus dem Ruder gelaufene Meinungsverschiedenheit, haben weder eine Ahnung vom Holocaust und den Verbrechen ihrer Großväter und -mütter, noch von den heutigen Verbrechen der Palästinenser vom 07. Oktober 2023.

    Heute passiert kein Holocaust, das ist evident, da Israel sich wehren wird. Aber die Intention der Palästinenser ist exakt die gleiche wie jene der Deutschen im Nationalsozialismus: alle Juden zu vernichten, vor allem Zivilistinnen und Zivilisten. Alle. Und sie davor demütigen, quälen und foltern wie das mit anderen Opfern ihrer Gewalt nie passieren würde. …

  6. Havershalom sagt:

    Es ist gut das Adonai regiert und nicht so mancher von den Schreiberlingen !!!
    Baruch ha Shem – gepriesen sei der HERR

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