Star Wars oder die Ukraine? Gefälschtes Kriegsmaterial infiltriert sogar die Mainstream-Medien

Israelische Fernsehnachrichten zeigen Star-Wars-Promo-Material als Teil eines Berichts über die Zerstörung in der Ukraine

von Ryan Jones | | Themen: Medien, Ukraine

Die Schatten des Krieges sind sehr real. Nur in Israel, über das mehr Journalisten berichten als über jeden anderen Ort der Welt, gibt es relativ genaue Kriegsnachrichten in Echtzeit. Anderswo, wie in der Ukraine, müssen sich Beobachter auf zweifelhafte “Berichte aus erster Hand” verlassen, die in den sozialen Medien veröffentlicht werden.

Siehe: Russland-Ukraine-Krieg: Vorsicht vor Fake-Medien

Das soll nicht heißen, dass es keine echten Berichte von Menschen vor Ort in der Ukraine gibt und dass sie nicht ernst genommen werden sollten. Aber leider vermischen sie sich mit einer Menge zweifelhafter Behauptungen und einigen regelrechten Fälschungen.

Und nicht einmal die Mainstream-Medien mit ihren Heerscharen von Redakteuren und “Faktenprüfern” sind dagegen gefeit.

Der israelische Nachrichtensender Channel 13 beispielsweise strahlte gestern einen Bericht über den Krieg aus, der in einer Schleife die Zerstörungen zeigte, die der russische Militärangriff in der Ukraine angerichtet hat.

In einem der Clips sehen die Zuschauer die Überreste eines Flugzeugs auf einer Hauptverkehrsstraße, die von der Armaturenbrettkamera eines Passanten aufgenommen wurden. Verlangsamt man den Clip jedoch nur geringfügig, wird deutlich, dass es sich bei dem Wrack um einen imperialen TIE-Fighter handelt, dessen Besatzung, zwei imperiale Sturmtruppen, geduldig neben dem Wrack auf jemanden warten, der sie abholt.

Foto: YouTube Screenshot

Das Filmmaterial stammt natürlich nicht aus dem Krieg in der Ukraine, sondern ist ein Werbeclip, der einige Jahre zuvor in Deutschland vor der Veröffentlichung eines Star Wars-Films ausgestrahlt wurde.

Er wurde auf verschiedenen Social-Media-Kanälen von skrupellosen Nutzern geteilt, die vorgaben, über den aktuellen Krieg zu informieren. Und die Mainstream-Medien, die nach sensationellem Material lechzten, griffen es eifrig zusammen mit authentischerem Filmmaterial auf.

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