Spannungen zwischen Israel und Jordanien nach Vorfall in Botschaft

Jordanien möchte, dass ein israelischer Sicherheitsbeamter vernommen wird, nachdem er nach einem Angriff auf ihn zwei Jordanier erschossen hatte. Ministerpräsident Netanjahu hat Hilfe versprochen.

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Die Spannungen zwischen Jordanien und Israel haben sich bereits seit Wochen hochgeschraubt, nachdem Jerusalem Metalldetektoren am Tempelberg angebracht hatte.

Die jordanische Regierung ist der offizielle Wächter der moslemischen heiligen Stätten auf dem Tempelberg, während die Sicherheit angeblich in Israels Händen ist.

Jetzt stehen die Beziehungen der beiden Nachbarländer anscheinend vor dem Zusammenbruch, nachdem ein jordanischer Terrorist einen israelischen Sicherheitsmann in Amman angegriffen hatte.

Der Sicherheitsbeamte wurde gestern, am 23. Juli, von einem jordanischen Arbeiter mit einem Messer angegriffen, der Arbeiter sollte neue Möbel in der Botschaft aufstellen. Neben dem Sicherheitsbeamten waren auch der jordanischer Vermieter des Gebäudes, ein Arzt, und zwei Arbeiter anwesend. Einer der Arbeiter griff den israelischen Sicherheitsbeamten von hinten an und begann, mit einem Schraubenzieher auf ihn einzustechen.Der Sicherheitsmann, der leicht verletzt wurde, verteidigte sich und eröffnete das Feuer. Bei der Auseinandersetzung wurde der jordanische Arbeiter getötet, doch auch der Vermieter wurde von einer Kugel getroffen und erlag später seinen Verletzungen.

Nach den Wiener Konventionen hat der Sicherheitsbeamte Immunität gegenüber einer Untersuchung und Verhaftung.

Aber Jordanien fordert seine Übergabe zur Befragung und einer möglichen Verurteilung. Die Familie des Terroristen behauptet, er sei „kaltblütig erschossen“ worden und dass er jetzt ein „Märtyrer“ sei.

Ministerpräsident Netanjahu hat mit dem israelischen Sicherheitsbeamten telefoniert und ihm versprochen, ihn nach Israel zurückzubringen. Medienberichten zufolge halten sich zur Zeit etwa 30 Angestellte im Gebäude der Botschaft auf und wagen es nicht, es zu verlassen. Der verletzte Sicherheitsbeamte wurde von einem Sanitäter versorgt, konnte aber nicht in ein Krankenhaus gebracht werden, da man befürchtet, dass er verhftet werden könnte.

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