Sommerferien und Corona

Die Sommerferien sind da, aber auch Corona macht ein kleines Comeback, ausgerechnet in Modiin.

von Dov Eilon | | Themen: Guten Morgen
Tel Aviv Foto: Miriam Alster/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Der Tag, auf den Israels Schüler immer warten, ist gekommen. Für die Schüler der Mittel- und Oberstufe beginnen heute die Sommerferien! Für uns als Eltern war das auch immer ein ganz besonderer Tag. Endlich brauchten wir keine Wecker mehr zu stellen und dafür Sorgen, dass unsere Kinder pünktlich mit gepackter Schultasche und Pausenbrot in die Schule kommen. Die Sommerferien gaben uns eine zweimonatige Pause von diesem Schulalltag.

Mittlerweile ist es schon zwei Jahre her, seitdem unser jüngster Sohn zum letzten Mal in die Schule ging. Unsere Kinder haben die Schule hinter sich. Und auch wir als Eltern fühlten uns befreit, immerhin waren wir insgesamt fast 22 Jahre mit dem israelischen Schulsystem verbunden, seit unser erster Sohn im Jahr 1997 seinen ersten Tag im Kindergarten hatte.

Aber auch heute freue ich mich über den Beginn der Sommerferien. Denn das bedeutet auch deutlich weniger Staus in den Morgenstunden. Auch wenn ich zurzeit nicht jeden Tag zur Arbeit in unsere Redaktion nach Jerusalem fahre, ist diese zweimonatige Pause von den Staus sehr willkommen.

Wer jetzt wieder etwas den Beginn der Sommerferien verspürt, ist unsere Tochter, die dabei ist, ihr erstes Studienjahr zu beenden. Fast das ganze Jahr studierte sie per Zoom von zu Hause aus, doch seit ein paar Monaten fährt sie um die zweimal pro Woche zur Hochschule nach Ramat Gan. Der reguläre Unterricht ist jetzt beendet, was bleibt, sind die Vorstellungen der Abschlussarbeiten der verschiedenen Kurse. In etwas einen Monat kann unsere Tochter dann die Semesterferien in vollen Zügen genießen.

 

Corona ist noch da

Gestern war Corona wieder das erste Thema in den Abendnachrichten im Fernsehen. Und ausgerechnet meine Stadt Modiin war in den Schlagzeilen, nachdem sich in einer Schule um die 20 Schüler mit dem Virus angesteckt hatten. Wir hatten hier bei uns Corona schon fast vergessen, jetzt wurden um die 140 Schüler in die Quarantäne geschockt und in der Schule ein vorübergehendes  Testzentrum eingerichtet, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch in einer Schule in Binjamina im Norden war es zu einem kleinen Ausbruch des Coronavirus gekommen. Dort wurden ebenfalls Schüler in die Quarantäne geschickt. Diese beiden Ausbrüche haben die Zahl der täglichen Neuinfizierungen deutlich ansteigen lassen, was aber bei den noch immer sehr niedrigen Zahlen kein Drama ist. Waren es an einem Tag vier Menschen, die sich im gesamten Land mit dem Virus infiziert hatten, waren es nun ganze 46!

Nun wird nach dem Grund für die Ausbrüche gesucht. Und den wird man wohl am Ben Gurion Flughafen suchen müssen. In Modiin war ein Vater eines Schülers einige Tage zuvor aus dem Ausland zurückgekehrt.

Reisende nach der Ankunft am Ben Gurion Flughafen. Der Flughafen ist unsere Achillesferse.

Eigentlich muss sich jeder nach der Landung einem Coronatest unterziehen, bevor er den Flughafen verlassen kann. Doch vor einigen Tagen gab es eine Panne, als um die 2800 Reisende ohne Test den Flughafen verließen. Es wurde von endlos langen Warteschlangen berichtet. Irgendwann scheint das System zusammengebrochen zu sein. Jetzt wird diesem Problem natürlich mit höchster Priorität behandelt, denn man möchte auch so schnell wie möglich wieder den Touristen die Flüge nach Israel ermöglichen. Da darf es Pannen wie dieser nicht geben. Was jetzt schon klar ist, dass nur geimpfte Touristen in Israel landen können. Die Frage ist, welche Impfungen anerkannt werden. Unser neuer Tourismusminister Yoel Rezbozov sagte heute fr+h. das man dafür auch bilaterale Abkommen mit den verschiedenen Ländern abschließen müsste. So ist es nicht sicher, dass ein Tourist aus Russland, der mit dem russischen Impfstoff geimpft wurde, nach Israel einreisen kann.  ich bin gespannt, ob man bis zum ersten Juli für die ersten Einzeltouristen bereit sein wird. Wir von Israel Heute werden Sie auf alle Fälle über die Entwicklungen in Bezug auf die  Einreisemöglichkeiten nach Israel auf dem Laufenden halten. Schließlich wollen wir Sie so bald wie möglich bei uns in der Redaktion begrüßen. Und jetzt das Wetter.

 

Das Wetter für heute in Israel

Zum Sommeranfang erwarten wir heute einen meist sonnigen Tag mit angenehmen und nicht zu hohen Temperaturen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 28 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 26 Grad, Tiberias am See Genezareth 34 Grad, am Toten Meer 35 Grad, Beersheva 33 Grad, Eilat am Roten Meer 38 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209,52 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 72 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Und jetzt mache ich mich auf den Weg nach Jerusalem zu unserer wöchentlichen Redaktionssitzung. Die Fahrt sollte heute wegen des Beginns der Sommerferien etwas kürzer sein, das hoffe ich jedenfalls. Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen wunderbaren Montag. Bleiben Sie gesund, damit Sie uns bald besuchen können.

 

Schalom aus Modiin!