Sechs Tote nach Schießerei in Jesu Heimatstadt

Eskalation in Galiläa: Am Donnerstag sind in zwei Vororten von Nazareth mehrere Menschen bei Schießereien zwischen arabischen Banden getötet bzw. schwer verletzt worden.

von Michael Selutin | | Themen: Israelische Araber
Polizei am Tatort, an dem fünf Menschen in der arabischen Stadt Yafa an-Naseriyye im Norden Israels erschossen wurden. Foto: Fadi Amun/Flash90

Bei einem der betroffenen Orte handelt es sich um Kana, wo Jesus einst Wasser in Wein verwandelte.

Während der ersten Schießerei wurden ein 30-jähriger Vater und seine dreijährige Tochter angeschossen und schwer verwundet. Im zweiten Fall wurde eine Gruppe von Arabern mit Schüssen und einer Selbstmorddrohne angegriffen. Fünf Menschen verloren ihr Leben, ein weiterer Mann wurde lebensgefährlich verletzt.

Die Vorkommnisse markieren einen deutlichen Anstieg einer besorgniserregenden Welle der Gewalt innerhalb der arabischen Gemeinschaft Israels, die in diesem Jahr bereits 98 Opfer gefordert hat.

Einige hebräische Medien berichteten, die Polizei gehe davon aus, dass die Schießerei auf den anhaltenden Konflikt zwischen zwei Clans zurückzuführen sei, und zwar den lokalen Verbrecherorganisationen Bakri und Hariri. Dieser Konflikt hat in den letzten zwei Jahren mehr als 25 Menschenleben gefordert. Die Medien berufen sich dabei auf Analysten, die diese Morde der Gewalt innerhalb der Unterwelt zuschreiben, die von diesen und anderen mächtigen Banden angeheizt wird, die Erpressung, Kreditwucher, Schutzgelderpressung und andere kriminelle Aktivitäten betreiben.

Der israelische Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben Gvir am Tatort, an dem fünf Menschen in der arabischen Stadt Yafa an-Naseriyye im Norden Israels erschossen wurden. Foto von Fadi Amun/Flash90

Der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, hat am Donnerstag den Schauplatz der Schießerei in Yafa an-Naseriyye besucht. Oppositionspolitiker übten derweil scharfe Kritik an seinem Umgang mit der anhaltenden Welle von Gewaltverbrechen in der arabischen Gemeinschaft, die er vor den Wahlen zu lösen versprach.

Vor Reportern sagte Ben Gvir, er „teile die Trauer“ der Hinterbliebenen und wünschte den Verletzten, darunter auch dem Mann und dem Kind in Kafr Kanna, baldige Genesung.

„In den letzten Jahren ging es in der arabischen Gemeinschaft zu wie im wilden Westen“, sagte Ben Gvir und fügte hinzu, dass er und seine Mitarbeiter „hart arbeiten“, um die „grundlegenden Probleme“ anzugehen, dass es aber Hindernisse gebe.

Ben-Gvir schlug unter anderem vor, den Shin Bet, Israels Inlandsgeheimdienst, gegen die arabischen Mafia-Familien einzusetzen. Der Geheimdienst operiert eigentlich nur gegen Terroristen. Offiziere des Nachrichtendienstes haben bereits ihre Einwände zu diesem Plan zur Sprache gebracht.

Es soll nun ein Komitee zur Lösung der Gewalt im arabischen Sektor gegründet werden, das dem Premierminister direkt unterstellt werden soll.

 

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