Palästinenser gedenken Mordopfer und fordern neue Intifada

Ein Jahr nach dem Mord an einem palästinensischen Jugendlichen haben Hunderte Menschen im arabisch geprägten Jerusalemer Stadtteil Shuafat des Todes von Mohammed Abu Khdeir gedacht. Der 16-jährige Araber war nach den Erkenntnissen der Justiz aus Rache brutal ermordet worden. Drei Israelis stehen wegen der Tat vor Gericht. Als Motiv gilt Rache für die Verschleppung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen kurz davor.

Palästinenser gedenken Mordopfer und fordern neue Intifada

Ein Jahr nach dem Mord an einem palästinensischen Jugendlichen haben Hunderte Menschen im arabisch geprägten Jerusalemer Stadtteil Shuafat des Todes von Mohammed Abu Khdeir gedacht. Der 16-jährige Araber war nach den Erkenntnissen der Justiz aus Rache brutal ermordet worden. Drei Israelis stehen wegen der Tat vor Gericht. Als Motiv gilt Rache für die Verschleppung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen kurz davor.

Am Jahrestag seines Todes zogen Menschen in einer Prozession durch die Gemeinde. Viele der trauernden Palästinenser forderten eine neue Intifada (Aufstand gegen Israel). Nach dem Tod des Jugendlichen war es zu heftigen Unruhen im Ostteil Jerusalems, in den Palästinensergebieten sowie unter israelischen Arabern gekommen.

Hussein Abu Khdeir, der Vater des Ermordeten, forderte, dass die Mörder seines Sohnes lebenslänglich hinter Gitter kommen müssen: „Es ist schwer für uns, dieses Schockerlebnis zu verarbeiten. Der Staat sollte den Mördern die höchst mögliche Strafe auferlegen. Sie dürfen nicht mehr frei kommen. Es ist schade, trotz des Mordes sehen wir immer noch so viel Hass und Rassismus, und der Staat schaut einfach nur zu.“ Dennoch will er den Israelis nichts Böses: „Ich bin nicht an Krawallen und Zusammenstößen interessiert. Ich habe den Leuten hier gesagt, ich will kein Ärger, sondern eine würdevolle Trauerfeier für meinen Sohn.“

Einige Palästinenser erfüllten dem trauernden Vater diesen Wunsch nicht. Sie bewarfen am Donnerstag die Jerusalemer Straßenbahn mit Steinen. Personen wurden zum Glück nicht verletzt, die Zugwaggons wurden beschädigt.

Die israelische Polizei zeigte deutliche Präsenz, Bereitschaftspolizisten brachten Wasserwerfer in Stellung und ein Überwachungsballon kontrollierte die Ereignisse aus der Luft und nahm alles auf Video auf. Laut Polizei ist es zu keinen weiteren Zwischenfällen gekommen.

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