Palästinenser behaupten, ihnen sei Londons Big Ben gestohlen worden

Solche Lügen verraten den Kern des israelisch-palästinensischen Konflikts

von Ryan Jones |
Big Ben Foto: Nati Shohat/Flash90

Wir haben schon oft von lächerlichen Behauptungen berichtet, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde und ihren Mediensprachrohren gegen Israel aufgestellt werden. Und sicherlich tun Israels Verleumder solche Berichte als unsere eigene voreingenommene Sichtweise ab.

Das Frontpage Magazine grub diese Woche einen relativ aktuellen Beitrag aus, der eine ungeheuerliche palästinensische Behauptung enthielt, nämlich dass Londons ikonischer Big Ben ursprünglich im arabischen Jerusalem gestanden habe.

Bevor ich fortfahre, möchte ich darauf hinweisen, dass diese und ähnlich absurde palästinensische Behauptungen die eigentliche Ursache des israelisch-palästinensischen Konflikts ansprechen. Palästinensische Beamte und Geistliche beschuldigen die Juden (nicht nur die Israelis) routinemäßig jedes erdenklichen Übels und sind berüchtigt dafür, die Geschichte dieser Region neu zu schreiben, selbst im Angesicht überwältigender schriftlicher und archäologischer Beweise.

Und im Großen und Ganzen glauben ihnen die Menschen. An diesem Punkt scheinen die palästinensischen Führer sogar ihre eigenen Lügen zu glauben.

Vor weniger als zwei Jahren behauptete die offizielle Nachrichten-Webseite der regierenden Fatah-Fraktion der Palästinensischen Autonomiebehörde (der Partei von Präsident Mahmoud Abbas), dass der Turm, der heute als Londons Big Ben bekannt ist, ursprünglich ein Uhrenturm war, der am Hebron-Tor (besser bekannt als Jaffa-Tor) in Jerusalems Altstadt gestanden habe.

Neuer Uhrenturm am Hebron (Jaffa) Tor im Jahr 1910. (Public Domain)

Laut der Fatah-Webseite (hier die englische Version) wurde der Uhrenturm am Hebron-Tor 1909 fertiggestellt, als Jerusalem noch unter osmanischer Herrschaft stand. Nachdem die Briten die Kontrolle über die Stadt übernahmen und ihr Mandat errichteten, ordneten sie an, den Uhrenturm abzubauen (was wahr ist) und zu versetzen, zuerst in einen anderen Teil Jerusalems und später nach London (was nicht wahr ist), wo er schließlich am nördlichen Ende des Westminster Palastes aufgestellt wurde.

Es spielt keine Rolle, dass die Uhr auf dem alten Foto eindeutig viel kleiner ist als Big Ben. Was die palästinensische Lüge wirklich entlarvt, ist die Tatsache, dass Big Ben 1859 erbaut wurde, ganze 50 Jahre vor dem Jerusalemer Uhrenturm und etwa 60 Jahre vor der Eroberung der Stadt durch die Briten. Aber solche unbequemen Wahrheiten bringen die palästinensischen Propagandisten selten davon ab.

Die Aneignung der Geschichte eines anderen Volkes ist der Modus Operandi der Palästinensischen Autonomiebehörde. Am bekanntesten ist ihre Behauptung, dass Jesus ein palästinensischer Märtyrer gewesen sei (siehe: War Jesus ein Terrorist?). Obendrein erheben sie auch Anspruch auf Abraham, Mose und eine ganze Reihe biblischer jüdischer Figuren. Gleichzeitig behaupten sie allerdings paradoxerweise, Nachfahren der ursprünglichen kanaanitischen Bewohner der Region zu sein. (siehe: Arabische Kanaaniter?)

Leider wird diesem Geschichtsrevisionismus trotz aller Gegenbeweise zugestanden, eine nicht unbedeutende Rolle in dem andauernden Konflikt zu spielen. Der Grund, warum die Palästinenser sich weigern, Israels primäre Friedensbedingung zu erfüllen, nämlich die Legitimität des jüdischen Staates anzuerkennen, wurzelt in ihrer Überzeugung, dass dieser historisch illegitim ist.

Die internationale Gemeinschaft darf diesem Revisionismus nicht länger Glauben schenken, sondern muss tatsächlich verlangen, dass die Palästinenser auf der Grundlage von Fakten und nicht von Fiktionen verhandeln. Das ist es, was die westlichen Machtpolitiker tun würden, wenn die Palästinenser jemals tatsächlich ihren Anspruch auf Big Ben geltend machen würden, und das ist es, was sie auch im Fall von Israel tun müssen.

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