Die Demonstrationen orthodoxer Juden in den letzten Wochen gegen den Dienst in der Armee mögen bei vielen Lesern den Eindruck erweckt haben, dass alle orthodoxen Juden den Dienst in der Israelischen Armee verweigern. Doch 25 orthodoxe Juden der „Chetz-Fallschirmjäger-Einheit“, haben am letzten Donnerstag das Gegenteil bewiesen, als sie ihren letzten Marsch über 60 Kilometer, den sogenannten „Masa Kumta“ (Barret Marsch), erfolgreich beendeten und das rote Barett der lukrativen Einheit der Fallschirmjäger erhielten.
Die orthodoxen Soldaten, die ihren Armeedienst vor sieben Monaten begonnen hatten, begannen ihren abschließenden 60 Kilometer langen Marsch mit einer Thora-Stunde der „Nezach Jehuda – Organisation“, die die orthodoxen Soldaten seit ihrem ersten Tag in der Armee begleitet.
Die Chetz-Einheit der Fallschirmjäger wurde vor weniger als einem Jahr ins Leben gerufen. Seit der Gründung steigt die Zahl neuer Rekruten stetig an.
Am vergangenen Donnerstag fand nun am Munitionshügel in Jerusalem zum ersten Mal die Zeremonie zur Verleihung der roten Barrets der Fallschirmjäger statt. Der Munitionshügel gilt als Symbol für die Fallschirmjäger, die 1967 im Sechstagekrieg die Stadt Jerusalem befreit und wiedervereinigt hatten.
Im Februar fand an der Klagemauer zum ersten Mal die Vereidigung der ersten orthodoxen Soldaten der Fallschirmjäger statt.



