Schon mit 35 Jahren galt Bohr weltweit als führender Physiker. 1922 erhielt er den Nobelpreis für seine „Verdienste bei der Erforschung der Struktur des Atoms und der aus ihm austretenden Strahlung“. Von den Nazis umworben, obwohl er „Halbjude“ war, lehnte er es nach der Besetzung Dänemarks ab, an ihrem Atomprogramm zu arbeiten. Fortan wurde er verfolgt.
Niels Bohr war kein religiöser Mensch. Seine Mutter entstammte einer jüdischen Bankiers- und Politikerfamilie, aber es gibt keinen Hinweis darauf, dass Niels eine jüdische Erziehung genossen hätte. Niels Bohr musste dennoch fliehen, um der Verhaftung zu entgehen, die ihn höchstwahrscheinlich ins KZ gebracht hätte. In Schweden brachte er König Gustaf V. so weit, bekanntzugeben, dass Schweden jüdischen Flüchtlingen Unterschlupf gewähre. Nachdem der König dem entsprochen hatte, sorgten dänische Christen dafür, dass sich möglichst viele jüdische Landsleute unauffällig nach Schweden einschifften. Bohrs Initative kann als Grund für die Rettung...
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