Nasrallah droht aus dem Bunker

Hisbollah-Chef Scheich Hassan Nasrallah sprach gestern in einem aus seinem Bunker ausgestrahlten Video zu seinen Kämpfern in ihrer Hochburg Dahiyeh im südlichen Beirut und brüstete sich damit, die Fähigkeit zu haben, ganz Israel mit Raketen unter Beschuss nehmen zu können.

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Hisbollah-Chef Scheich Hassan Nasrallah sprach gestern in einem aus seinem Bunker ausgestrahlten Video zu seinen Kämpfern in ihrer Hochburg Dahiyeh im südlichen Beirut und brüstete sich damit, die Fähigkeit zu haben, ganz Israel mit Raketen unter Beschuss nehmen zu können.

Er hatte auch eine Botschaft für Israels Generalstabschef Gadi Eisenkot: „Es ist einfache Mathematik. Einige gezielte Raketen auf einige Ammonium-Fabriken bringt die gleiche Effektivität des Todes wie eine Atombombe. Du kannst den Libanon und Dahiyeh zerstören. Du hast die stärkste Luftwaffe, hast Raketen und noch andere Möglichkeiten dies zu tun. Aber wir können euch (Israelis) genau das gleiche antun mit ein paar Raketen auf diese Ammoniumfabriken. Wir müssen diese Fähigkeit aufrecht erhalten, um einem dritten Libanonkrieg vorzubeugen. Wir suchen oder wollen den Krieg nicht.“

Er zitierte einen israelischen Experten, der sagte, dass die Einwohner von Haifa Angst vor einem tödlichen Angriff auf die dortige Ammoniumfabrik hätten, das in seinen Aufbewahrungsbehältern 15.000 Tonnen Gas gelagert habe. Eine Explosion der Anlage könnte hunderttausende Menschen in der Region töten. Dieser Experte hatte auch den Vergleich mit einer Atombombe gezogen.

Nasrallah fuhr fort und analysierte die israelische Behauptung, den Zweiten Libanonkrieg gewonnen zu haben und erklärte warum die Hisbollah den dritten Krieg gewinnen würde.

Vom Bürgermeisteramt in Haifa wurde nach dieser Ansprache mitgeteilt, dass „man den Staat nicht entsprechend der arroganten Ansprachen Nasrallahs führen sollte, aber wir sind erfreut, dass er die Sorge über diese wichtige Angelegenheit der Ammoniumfabriken auf den Tagesplan setzt – wohlbemerkt von einem verängstigten Mann, der sich die letzten Jahre über in einem Bunker versteckt hält.“

Nach dem Zweiten Libanonkrieg hatte das Bürgermeisteramt eine Studie bei einer britischen Firma in Auftrag gegeben, um die Risiken der Ammmoniumfabrik auszumachen. Das Resultat: Sollte diese Fabrik getroffen werden, würde eine Gaswolke mit einem Durchmesser von 16 Kilometern freigesetzt werden, die ganz Haifa bis Akko überschatten würde.

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