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Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ als Terroristen identifiziert

„Hilfe darf niemals als Deckmantel für Terror dienen“, erklärte das israelische Außenministerium.

Das Gebäude von Ärzte ohne Grenzen (MSF) im Westen von Khan Yunis, südlicher Gazastreifen, 21. Februar 2024. Foto: EPA/MOHAMMED SABER

Israels Außenministerium hat Belege präsentiert, wonach Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ im Gazastreifen zeitgleich Aktivitäten in palästinensischen Terrororganisationen ausgeübt haben.

Nach Angaben israelischer Behörden war einer dieser Mitarbeiter gleichzeitig als hochrangiges Mitglied des Palästinensischen Islamischen Dschihad aktiv und für die Weiterentwicklung von Raketenfähigkeiten verantwortlich. Ein weiterer soll als Scharfschütze für Hamas im Rahmen „terroristischer Kampfhandlungen“ gedient haben. Die israelische Regierung betonte, dass humanitäre Hilfe niemals als Deckmantel für Terror dienen dürfe und gerade bei NGO-Personal strikte Sicherheitsüberprüfungen und Transparenz unabdingbar seien.

Israel setzt seit dem 1. Januar 2026 neue Regeln für Nichtregierungsorganisationen (NGOs) durch, die detaillierte Angaben zu Personal, Finanzierung und Tätigkeit verlangen. Diese Überprüfungen führten laut Regierung zu dem Schluss, dass mehrere NGO-Mitarbeiter Terroraktivitäten zugerechnet werden können, weshalb Lizenzen ausgesetzt oder entzogen werden.

Vorwürfe gegen NGO-Personal und Folgen

Die israelischen Behörden nennen namentlich zwei ehemalige Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“. Der erste, Fadi al-Wadiya, sei gleichzeitig als führender Aktivist des Palästinensischen Islamischen Dschihad tätig gewesen und habe dort an der Weiterentwicklung von Raketen mitgearbeitet. Der zweite, Nasser Hamdi Abdelatif al-Shalfouh, habe parallel zu seiner Anstellung bei „Ärzte ohne Grenzen“ als Scharfschütze für Hamas gekämpft, so das Außenministerium in einer offiziellen Mitteilung.

Darüber hinaus listet der NGO-Monitor, eine Beobachtungsstelle für Nichtregierungsorganisationen, weitere vier Personen auf, die in ähnlicher Weise Verbindungen zu militanten Gruppen gehabt haben sollen. Dazu zählen Menschen, die laut den Berichten Mitglied in Terrororganisationen waren oder an Anschlagsplanungen beteiligt gewesen sein sollen.

Die neue Rechtslage verlangt von internationalen NGOs in Israel und den palästinensischen Gebieten vollständige Offenlegung aller Mitarbeiter inklusive persönlicher Daten, damit Sicherheitsbehörden entsprechende Prüfungen durchführen können. Gruppen, die diese Standards nicht erfüllen oder bei denen Sicherheitsbedenken bestehen, verlieren ihre Betriebserlaubnis.

„Humanitäre Hilfe ist willkommen – die Ausnutzung humanitärer Strukturen für Terror nicht“, erklärte Diaspora-Minister Amichai Chikli und unterstrich die Priorität der Sicherheit. Kritiker sehen in den Maßnahmen jedoch einen harten Eingriff, der die Arbeit internationaler Hilfsorganisationen massiv einschränken könne.

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Patrick Callahan

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