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Makkabi Berlin – der erste jüdische Fußballclub im DFB-Pokal

Der 1970 von Holocaust-Überlebenden gegründete Fünftligist unterlag am Sonntag dem Bundesligisten VfL Wolfsburg.

Bild: Twitter

(JNS) Makkabi Berlin hat am Sonntag als erster jüdischer Fußballverein am DFB-Pokal teilgenommen und erwartungsgemäß mit 0:6 gegen den VfL Wolfsburg verloren.

Das mit 64 Mannschaften besetzte Turnier wurde 1935 in der Zeit des Nationalsozialismus ins Leben gerufen, als Juden nicht teilnehmen durften. Makkabi Berlin wurde 1970 von Überlebenden des Holocaust gegründet.

Die Hoffnungen des fünftklassigen Teams auf einen historischen Erfolg gegen den Bundesligisten wurden schon früh durch zwei schnelle Treffer von Lukas Nmecha und Jonas Wind zunichtegemacht.

Die Mannschaft qualifizierte sich für den DFB-Pokal, nachdem sie im Juni letzten Jahres zum ersten Mal den Berliner Pokal gewonnen hatte, der ihr auch den Aufstieg in die fünfte Liga einbrachte.

„Das Spiel wird zu einer Sehnsucht. In ihm steckt der Wunsch, dass gar nichts daran historisch ist“, zitierte Associated Press den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, vor dem Spiel.

„90 Minuten lang (oder mehr) geht es nur darum, wer in einem fairen, sportlichen Wettkampf gewinnt – mehr nicht. Diese Momente vermitteln einen Zauber, den ich mir in unserer Alltagsgesellschaft öfter wünschen würde.“

Makkabi Berlin ist mit der Maccabi World Union verbunden – einer internationalen jüdischen Sportorganisation, die alle vier Jahre die Maccabiah Games in Israel veranstaltet.

Die regionalen europäischen Maccabiah Spiele fanden 2015 zum ersten Mal in Deutschland statt. Das Turnier wurde im Olympiapark in Berlin ausgetragen, wo während der NS-Zeit die Olympischen Sommerspiele 1936 stattfanden.

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Patrick Callahan

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