Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat heute die Gaza Division des Südkommandos für eine Lagebesprechung besucht. In Bezug auf die Frage nach einer weiteren Runde zwischen Israel und der Hamas erklärte er später, dass die Frage nicht ob, sondern wann lauten müsse.
An dem Treffen nahmen auch der Generalstabschef der Armee, der Befehlshaber des Südkommandos, der Koordinator füe die Regierungsaktivitäten in den „Gebieten“, der Befehlshaber der Gaza Division sowie Vertreter des israelischen Sicherheitsdienstes (Shin Bet) teil. Dabei gab Lieberman Einzelheiten über die Zahlen hinter den Unruhen im Gazastreifen seit Ende März bekannt.
„Die Hamas hat seit Beginn der Unruhen 168 Tote und 4348 Verletzte, sowie dutzende zerstörte Terror-Infrastrukturen zu beklagen“, sagte er.
Bezüglich der Kritik an der Regierung wegen des Waffenstillstandes mit der Hamas sagte Lieberman: „Eine verantwortungsvolle Sicherheitspolitik gibt keine Antworten, nicht für Talk-Backs im Internet, nicht für Schlagzeilen in den Zeitungen und nicht für die öffentliche Meinung. Wir sind vorbereitet und wissen, was zu tun ist.“
Am Ende des Treffens drückte Lieberman seine Anerkennung für die Befehlshaber und Soldaten aus, die „entschlossen und voller Kampfgeist mit der gesegneten Arbeit für die Sicherheit der Bürger Israels beschäftigt sind“.
Gestern hatte sich das Sicherheitskabinett getroffen, um über die Lage im Gazastreifen zu beraten, die im Hintergrund stattfindenden Gespräche für einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas und die weiterhin bestehende angespannte Sicherheitslage im Süden des Landes. Lieberman drängte auf eine Ausweitung der militärischen Aktionen im Gazastreifen und einer deutlich aggressiveren Politik der Hamas gegenüber.
Bildungsminister und Kabinettsmitglied Naftali Bennet hatte die Zurückhaltung gegenüber der Hamas kritisiert und forderte die Regierung auf, die Angriffe gegen die Hamas zu verstärken.
„Das Konzept der israelischen Zurückhaltung der Hamas gegenüber hat versagt“, sagte Bennet in einem Interview im israelischen Rundfunk. „Wenn wir weiter nach der Formel ‘Ruhe für Ruhe’ handeln, so werden wir von Runde zu Runde eine immer stärkere Hamas antreffen, wir werden eine Hisbollah 2 in Gaza bekommen“, warnte er. Seiner Meinung nach müsse Israel an der Entmilitarisierung des Gazastreifens arbeiten und ihn danach wieder aufbauen. In diesem Falle würde er einen umfassenden Wiederaufbau des Gazastreifens unterstützen.
(Foto: Miriam Alster/Flash90)




