Lapid: Israel würde Amerika Russland vorziehen

Israels Außenminister sagt, dass es klar sei, auf welcher Seite Israel stehe, wenn es sich aufgrund der Ukraine-Krise entscheiden müsse

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Russland, Ukraine
Außenminister Yair Lapid. Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Wenn Russland in die Ukraine einmarschiert und die Vereinigten Staaten und andere westliche Mächte mit Sanktionen reagieren, auf wessen Seite wird Israel dann stehen? Wir schrieben bereits darüber, dass dies ein heikles Thema für Israel ist, da es sowohl mit Russland als auch mit der Ukraine gute Beziehungen unterhält und strategisch auf sie angewiesen ist, ganz zu schweigen davon, dass in beiden Ländern immer noch eine große jüdische Bevölkerung lebt.

Aber wenn es hart auf hart kommt, so sagten hochrangige israelische Beamte diese Woche, ist es offensichtlich, dass der jüdische Staat sich auf die Seite Amerikas stellen wird.

Auf die Frage, ob das bedeutet, dass Israel sich an Sanktionen gegen Russland beteiligen würde, ging Außenminister Yair Lapid in einem Interview mit Channel 12 News nicht näher ein. Er betonte jedoch, dass „es für Israel selbstverständlich ist, an der Seite der Vereinigten Staaten zu stehen“.

Der Vorsitzende des Außen- und Verteidigungsausschusses der Knesset, Ram Ben-Barak, fügte in einem Beitrag für Radio 103FM hinzu: „Schließen wir uns den Sanktionen gegen Russland an? Wir befinden uns in einer schwierigen Lage, und ich hoffe, dass es nicht so weit kommen wird. Aber wenn wir uns am Ende für eine Seite entscheiden müssen, werden wir die amerikanische Seite wählen.“

Auch Verkehrsministerin Merav Michaeli sagte dem Radiosender, es sei „offensichtlich“, dass Israel in dieser und jeder anderen Krisensituation auf der Seite der USA stehen werde.

Diasporaminister Nachman Shai sagte gegenüber Channel 12, er hätte sich gewünscht, dass sich seine Regierungskollegen an die Anweisung von Ministerpräsident Naftali Bennett gehalten hätten, sich nicht öffentlich zur Russland-Ukraine-Krise zu äußern. Aber nun, da sie es getan haben, erklärte er:

„Offensichtlich ist unser Herz in dieser Geschichte auf einer Seite – bei den Amerikanern. Wir versuchen, und ich denke, es ist uns gelungen, zwischen allen hier agierenden Kräften zu manövrieren, ohne eine klare öffentliche Position einzunehmen, in der Hoffnung, dass diese Krise ohne eine militärische Konfrontation endet.

„Aber wir kennen unseren Platz auf der internationalen Bühne. Die Geschichte des Staates Israel und der Vereinigten Staaten sind eng miteinander verwoben, und unsere Werte und Interessen stimmen überein. Unser Herz schlägt für die Vereinigten Staaten“.

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