Der deutsche Bundestagspräsident Norbert Lammert hat vor dem israelischen Parlament eine feierliche Rede gehalten, einen Teil der Rede sogar auf Hebräisch, was bei den israelischen Politikern sehr gut ankam. Lammert würdigte insbesondere die 50 Jahre Beziehungen zwischen Deutschland und dem Judenstaat. „Schlicht normal dürfen sie niemals werden“, erklärte er.
Lammert sprach von einem „Wunder der Geschichte“ und lobte unter anderem die „magische Anziehungskraft“, die die Jugend Tel Avivs und Berlin jeweils auf den anderen ausübten. Für das kommende Jahr kündigte er eine Konferenz der Interparlamentarischen Koalition zur Bekämpfung des Antisemitismus in Berlin an. „Antisemitismus, wo immer er auftritt, ist nicht akzeptabel. In Deutschland ist er unerträglich.“ Das Existenzrecht Israels sei nicht verhandelbar, betonte Lammert.
Die Ansprache des Bundestagspräsidenten auf Deutsch wurde in Israel durchweg positiv aufgenommen. Im März 2008 hatten einige Abgeordnete noch protestiert, als Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Knesset auf Deutsch sprach.
Bild: Lammert (l.) mit dem israelischen Präsidenten Reuven Rivlin (M.)




