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Konfliktmanagement oder Friedensverhandlungen?

Der Drang, „etwas zu tun“ und eine geeignete und dauerhafte Lösung für Israels Konflikt mit den Palästinensern zu finden, ist tief in der israelischen Kultur und Mentalität verwurzelt.

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Dies entspringt einer westlichen Tradition, um jeden Preis eine Lösung zu finden. Der Drang kommt immer dann zum Ausdruck, wenn im Land so schlimme Dinge geschehen wie Terror mit Bomben oder mit Raketen. Wie ein Chor klingen dann die Stimmen von Links und von Rechts, dass der israelischen Armeeführung eine strategische Vision fehle, mit der der endlose Konflikt endlich beendet werden könne. Aus dem Ausland wird Israel gleichermaßen für sein scheinbares Nichtstun kritisiert.

Die einen schlagen vor, das Hamas-Regime im Gazastreifen ein für alle Male zu beseitigen. Gleichzeitig bestehen dieselben Politiker auf einem vollen Sieg über die PLO-Führung in Ramallah, wobei alle Vereinbarungen annulliert werden sollten, darunter auch das Oslo-Abkommen.

Auf der anderen Seite ruft man zur Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Palästinensern auf, wissend, dass Israel von vornherein zu weiteren Zugeständnissen genötigt würde, um den Palästinensern Gesten des guten Willens anzubieten. Dazu gehört stets der einseitige Rückzug aus Judäa und Samaria, womit Israel nicht nur den Palästinensern, sondern auch der ganzen Welt signalisiert, dass ein Palästinenserstaat eine beschlossene Sache sei. Aber worüber…