Knesset-Ausschuss zur Unterstützung der Kurden

Israelisch-kurdische Beziehungen sollen verstärkt werden.

von Yossi Aloni |
Israelis demonstrieren vor der türkischen Botschaft für die Kurden Foto: Miriam Alster/Flash90

Im israelischen Parlament, der Knesset, ist eine Interessenvertretung eingerichtet worden, die dazu beitragen soll, die israelisch-kurdischen Beziehungen zu stärken. Dieser Schritt sei vor dem Hintergrund des Abzugs amerikanischer Truppen aus Syrien eingeleitet worden. Knessetmitglied Eli Avidar (Israel Beitenu), Mitglied des vorläufigen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung, hat die Lobby zur Förderung der israelisch-kurdischen Beziehungen initiiert.

Der Ausschuss wird sich für die Bildung einer Koalition israelischer, jüdischer und internationaler Organisationen einsetzen, um dem kurdischen Volk humanitäre Hilfe zu leisten. Auch wird er sich für die Rechte und den Kampf des kurdischen Volkes einsetzen und versuchen, die internationale Gemeinschaft daran zu hindern, das Problem der Kurden zu ignorieren.

Die Kurden sind die größte Volksgruppe der Welt ohne Nation. Der Irak, Iran, Syrien und die Türkei erkennen den kurdischen Nationalismus nicht an, in einigen dieser Länder werden den Kurden Rechte und Unabhängigkeit verweigert. Die meisten kurdischen Flüchtlinge leben unter harten Bedingungen in Flüchtlingslagern in den verschiedenen Ländern, in denen sie verstreut sind. Vor allem in Syrien, wo unter der Herrschaft von Baschar al-Assad ein schwerer Bürgerkrieg herrscht. Sie werden ständig von der Türkei angegriffen, vor allem seit Trump seine Truppen abgezogen hat. Laut Avidar schweigt die ganze Welt, während eine Nation mit ihrem Leben bezahlt.

„Das jüdische Volk hat eine geschichtliche und moralische Verpflichtung gegenüber dem kurdischen Volk. Seit dem Exil des assyrischen Königreichs im Jahr 722 v. Chr. lebten die Juden in Kurdistan und konnten ein jüdisches Leben unter dem Schutz der Dorfältesten führen. Die Kurden waren auch die Einzigen, die den irakischen Juden dabei halfen, den Unruhen zu entkommen. Ich weiß von einem Vorfall, bei dem sie die Familie des verstorbenen Royal Fouad Gabay herausgeschmuggelt haben, der am 27. Januar 1969 am Galgen erhängt wurde“, fügte Avider hinzu.

Knessetmitglied Avidar betonte: „Kurden und Juden sind mit einem Blutbund verbunden. Das jüdische Volk, das im Laufe der Geschichte unter dem Schweigen anderer Völker leiden musste, und der Staat Israel müssen sich dem kurdischen Volk in ihrem Kampf anschließen.“

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