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Kein Fußball am Schabbat?

Eine neue Umfrage ergab, dass eine große Mehrheit der Israelis es vorziehen würde, dass Fußballspiele vom Schabbat auf die Wochentage verlegt werden sollten.

Eine neue Umfrage ergab, dass eine große Mehrheit der Israelis es vorziehen würde, dass Fußballspiele vom Schabbat auf die Wochentage verlegt werden sollten. Die Ergebnisse kommen zu der Zeit, wo die Regierung darüber nachdenkt, ob weiterhin Fußballspiele am jüdischen Ruhetag der Ruhe genehmigt werden sollen, trotz der heftigen Opposition seitens der orthodoxen Parteien und den Fußballern selbst.

Einer Meinungsumfrage des Smith-Instituts zufolge meinen 63% der erwachsenen jüdischen Bevölkerung, dass die Anfragen von Fußballspielern, die nicht am Schabbat spielen wollen, berücksichtigt werden sollten und dass die Spiele nach dem Ende des jüdischen Ruhetags am Samstagabend beginnen sollten.

Darüber hinaus sind 58% der Befragten der Meinung, dass der Staat auch die Fußballfans berücksichtigen müsse und dass die Spiele verschoben werden sollten. Des weiteren sagten diese 58% auch, dass sie die Spiele weiterhin verfolgen würden, auch wenn diese Wochentags und nicht Samstags stattfinden sollten. Während Israels Top-Liga selten am Schabbat spielt, spielen die niedrigeren Ligen fast ausschließlich am Ruhetag, was für religiöse Fußballer die Teilnahme an den Spielen unmöglich macht. Diese Angelegenheit hat in letzter Zeit einen Aufruhr verursacht, da die Regierung offiziell die Fußballspiele am jüdischen Ruhetag sanktioniert. Das israelische Gesetz verbietet es, am Schabbat zu arbeiten, und viele Fußballspieler behaupten, dass die Spielverpflichtung gegen ihre Rechte verstoßen.

Der Oberste Gericht hat vor kurzem die Petition der Bewegung für einen jüdischen und demokratischen Staat angenommen, die beinhaltet, dass die Fußballspiele am Schabbat gegen das „Arbeits- und Ruhezeiten“-Gesetz verstoßen und die Regierung die Verlegung der Spiele auf die Woche anordnen oder anpassen müsse, um den Anforderungen des Gesetzes gerecht zu werden.

In der vergangenen Woche haben mehr als 310 Fußballspieler aus Israels beiden höchsten Ligen eine Petition unterzeichnet, die Premierminister Netanjahu anruft, das Gesetz nicht zu ändern, das sie zum Spielen am Schabbat zwingen würde, wenn sie Fußballspieler werden wollten.

Gesundheitsminister Yaakov Litzman von der Jahadut Hatora Partei (Vereinigtes Torah Judentum) sagte am Sonntag, dass seine Partei es nicht zulassen würde, dass der Ministerialausschuss für Gesetzgebung ein Gesetz fördert, das Fußball-Spiele am Samstag erlauben solle. Damit wurde ein wochenlanges Schweigen in dieser Angelegenheit seitens der orthdoxen Parteien gebrochen.

Der Abgeordnete Yigal Guetta (Shas) stimmte zu und erklärte in einem Treffen mit israelischen Top-Fußballern, dass die aktuelle Situation so nicht weitergehen kann. „Das ist eine erstklassige soziale Ungerechtigkeit für jene Spieler, die gezwungen sind, ihren Familien jeden Samstag zu schaden, zusätzlich zu der Entehrung des Schabbats.“

Bild: Pokalendspiel zwischen Maccabi Tel Aviv und Bnei Jehuda Tel Aviv, Mai 2017 (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

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Patrick Callahan

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