Jugendliche verklagen Vater wegen Corona-Impfung

Vater argumentiert, dass Israel Jugendlichen voreilig den Impfstoff aufdrängt; Richter stützt sich auf Empfehlung des Gesundheitsministeriums

von Israel Heute Redaktion |
Foto: Jamal Awad/Flash90

Israel hat mit einer wachsenden, wenn auch etwas milden Kontroverse über die Impfung von Teenagern gegen das COVID-19-Virus zu kämpfen. Während viele Israelis (vor allem diejenigen, die ins Ausland reisen wollen) bereit waren, ihre Kinder im Teenageralter impfen zu lassen, hielten andere die Kampagne zur Impfung der 12- bis 15-Jährigen der Nation für verfrüht, wenn nicht gar unnötig.

Ein Vater verweigerte schlichtweg seine Zustimmung, als seine beiden 15-jährigen Söhne um die Impfung baten. Also brachten sie ihn vor Gericht.

Letzte Woche entschied das Gericht in Haifa zugunsten der Jungen und ordnete an, dass sie sofort nach ihren eigenen Wünschen geimpft werden dürfen, berichtete Channel 12 News.

Der Vater hatte argumentiert, dass zahlreiche Experten, die in den Medien aufgetreten sind, sagten, dass die Impfung der Jugend der Nation keine dringende Angelegenheit sei. Außerdem hat die Weltgesundheitsorganisation zwar festgestellt, dass der Impfstoff von Pfizer für Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren sicher sei, aber gleichzeitig eingeräumt, dass die Studien für diese Altersgruppe noch nicht abgeschlossen sind.

Die beiden Jungen entgegneten, dass sie die Problematik verstehen, sich aber angesichts der Tatsache, dass sie beide in Gruppensportarten involviert sind und daher in regelmäßigem Kontakt mit anderen Teenagern stehen, sicherer fühlen würden, wenn sie geimpft würden.

Das Gericht kam zu dem Schluss, dass es nicht auf der Grundlage der Meinungen dieses oder jenes Experten aus den Abendnachrichten entscheiden kann und sich der Empfehlung des Gesundheitsministeriums beugen muss, dass israelische Kinder im Alter von 12-15 Jahren geimpft werden sollten.

Israel Heute kann bestätigen, dass Israelis automatische Telefonanrufe von den Krankenkassen erhalten haben, in denen empfohlen wird, dass wir unsere Kinder im Teenageralter so schnell wie möglich zur Impfung gegen COVID-19 bringen sollen.

Der Richter stellte fest, dass die Jungen angesichts ihres Alters und ihrer sozialen Aktivität das Recht hätten, an dieser Entscheidung beteiligt zu werden und sie sogar selbst zu treffen.

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