Salome in Tel Aviv. „Nach mir wird einer kommen, der ist stärker als ich. Ich bin nicht wert, ihm zu lösen den Riemen an seinen Schuhen. Wenn er kommt, werden die verödeten Stätte frohlocken. Wenn er kommt, werden die Augen der Blinden den Tag sehen. Wenn er kommt, werden die Ohren der Tauben geöffnet“, hallt ein dramatischer Bariton aus der Tiefe auf der Bühne. Um die Zisterne intonieren drei Soldaten: „Heiß ihn schweigen. Er ist ein heiliger Mann. Wer ist er? Ein Prophet. Wie ist sein Name? Jochanan.“
Im Januar führte die israelische Oper das Werk „Salome“ auf, als op. 54 die dritte Oper von Richard Strauß. Es ist die erste Literaturoper, sie basiert auf dem Drama von Oscar Wilde. Alle zehn Aufführungen waren ausverkauft. „Eine faszinierende Inszenierung und gigantische Performance“, schrieb Israels größte Tageszeitung Jediot Achronot. Die Kritik war begeistert von der israelischen Inszenierung. Meine Frau und ich erlebten mit Freunden den letzten Abend. Hinter mir hörte ich jemanden seinem Sitznachbarn erklären: „Jochanan war der Wegbereiter des Messias und wird sogar mit Elijahu...
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